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Grid Autosport im großen PS3 Test – Alle guten Dinge sind drei?

Grid Autosport Logo ps3ego Grid Autosport im großen PS3 Test   Alle guten Dinge sind drei?

Aus dem Hause Codemasters kommt mit Grid Autosport der mittlerweie dritte Ableger der Rennspielreihe. Die Grid Reihe war schon immer dafür bekannt, dass es sich um eine recht schwere Autorennsimulation handelt. Im direkten Vergleich zu Spielen wie Gran Turismo, das vons ich selber sagt das realistischste Rennspiel zu sein, ist die Grid Reihe immer noch ein ganzes Stück anspruchsvoller gewesen, wenn auch nicht so umfangreich. Natürlich schauen wir uns gerne den neuesten Ableger der Serie einmal genauer an und stellen uns natürlich auch gerne die Frage warum es keine PS4 Version gibt, sondern Grid Autosport immer noch auf der letzten Konsolengeneration veröffentlicht wurde.

In Grid Autosport könnt ihr natürlich in verschiedenen Renndisziplinen und Rennmodi gegeneinander antreten. Einen eigentlichen Storymodus gibt es nicht, lediglich einen Karrieremodus in dem Level aufsteigen könnt und damit bessere Angebote von besseren Teams bekommt um die jeweilige Rennsaison mit schwereren Vorgaben und besseren Belohnungen abschließen zu können. Grid Autosport konzentriert sich auf das eigentliche Rennen und baut keine sinnlose Story ein.

Grid Autosport 1 Grid Autosport im großen PS3 Test   Alle guten Dinge sind drei?

Verdammt schöne Optik

Grid Autosport läuft zwar komplett auf der letzten Konsolengeneration, allerdings sieht es kaum danach aus. Entwickler Codemasters hat hier richtig viel aus der Playstation 3 rausholen können. Wenn man natürlich genau hinschaut sieht man klar Unterschiede zu einer möglichen Next-Gen Version, allerdings ist auch die PS3 Version optisch sehr anspruchsvoll ausgefallen und macht einen verdammt guten Eindruck. Hier fragt man sich dann vielleicht schon berechtigt warum man eigentlich eine PS4 braucht, immerhin erreicht die PS3 eigentlich auch schon eine ganze Menge. Jedenfalls will uns Grid Autosport das vorgaukeln.

Anspruchsvolles Gameplay

Gasgeben und drauf los, die alte Need for Speed Taktik funktioniert bei Grid Autosport nicht. Wir müssen schon ein bisschen aufpassen was wir machen. Selbst wenn wir alle Fahrhilfen einschalten, können wir immernoch nicht einfach machen was wir wollen, vor allem keine Gegner rammen. Im Spiel selbst bekommen wir für solche Verfehlungen auch Strafen und unser Gaspedal wird einige Momente lang blockiert. Die Strafen für Abkürzungen, Rammen und dergleichen folgen also gleich auf dem Fuße.

Grid Autosport 2 Grid Autosport im großen PS3 Test   Alle guten Dinge sind drei?

Für alle was dabei

Selbst wenn wir jetzt gerade keine großen Fans von Formel 1 oder Stock Car Rennen sind, dann haben wir noch die Möglichkeit unsere Klasse selbst auszuwählen. Grid Autosport bietet hier 5 verschiedene Rennklassen in denen wir antreten können. In diesen ist nahezu alles vertreten was wir uns wünschen können. In unserem Test haben wir natürlich gerne alle ausprobiert, aber als alte NFS Underground Fans hat es uns natürlich die Tuner-Klasse besonders angetan. Diese ist auch ohne Frage die außergewöhnlichste, denn in der Tunerklasse gibt es nicht nur Cup-Rennen und Zeitrennen sondern auch Drift Challenges. In diesen haben wir natürlich ordentlich zu tun uns richtig zu beweisen, ist es doch die Königsklasse des Rennsports. Wer es lieber ein wenig klassischer mag kann aber auch auf Musclecars, Stock Cars und andere fahren. Es ist für jeden Geschmack etwas vorhanden.

Schneller Lerneffekt

Auch wenn das Gameplay doch recht schwierig ist, ist es nicht so schwer das es nicht erlernt werden könnte. Wir konnten in unserem Test gut feststellen, dass wir sehr schnell gelernt haben wie das Spiel nun funktioniert, wie weit wir einlenken können, wo es sinnvoll ist nochmal nachzubremsen und wie schnell wir fahren können. Auch Kollisionen ließen sich nach wenigen Runden Trainingsfahrt recht schnell überstehen. Grid Autosport ist also kein Spiel das euch vor eine unlösbare Aufgabe stellt.

Grid Autosport 3 Grid Autosport im großen PS3 Test   Alle guten Dinge sind drei?

Aufwendige Ansichtsoptionen

Ihr könnt während des Spieles natürlich umstellen wie ihr das Rennen fahren wollt. Entweder aus der Cockpitanschicht oder von hinten, in verschiedenen Winkeln und Entfernungen. Auch in der Wiederholung gibt es verschiedene Möglichkeiten das Rennen noch einmal Revue passieren zu lassen. Ebenfalls gibt es auch wieder die beliebte “Zurückspulenfunktion” mit der ihr schwere Unfälle rückgängig machen könnt. Je nach Schwierigkeitsgrad ist die Option allerdings nur sehr begrenzt bis gar nicht nutzbar.

Ausgewogenes Rennerlebnis

Grid Autosport wirkt auf den ersten Blick sehr schwer und das ist es auch. Nach wenigen Minuten haben wir doch heraus wie der Hase läuft und ins Renngeschehen gefunden. Haben wir einmal den Dreh raus funktioniert das Ganze auch gleich deutlich besser. Der Schwierigkeitsgrad und die Rennanforderungen steigen zwar von Rennsaison zu Rennsaison und von Sponsor zu Sponsor allerdings steigen damit auch die Punkte und die Belohnungen, die wir für die einzelnen Rennen bekommen.

Grid Autosport 4 Grid Autosport im großen PS3 Test   Alle guten Dinge sind drei?

Sprachausgabe teilweise unsinnig

Grid Autosport verfügt über eine eine lange Liste an Namen die das Spiel kennt und aussprechen kann. Der Name unseres Testers ist nun nicht sonderlich ungewöhnlich, weder für deutsche noch für amerikanische Verhältnisse, trotzdem fehlt der Name komplett. Das wäre ja nun nicht weiter schlimm, gäbe es nicht im Gegenzug fast jeden selteneren Namen und sogar außergewöhnlichere Namen im Spiel. Alternativ kann man sich wenigstens einen Spitznamen aussuchen. Während des Rennens bekommen wir immer wieder Hinweise, Anweisungen und dergleichen aus der Boxengasse mitgeteilt. Diese sind aber teilweise sehr unsinnig vergeben. In einem Driftrennen punkten wir zum Beispiel nur in 2 von 6 Sektoren und machen dann auch noch wenig Punkte und handeln uns einige Strafen ein, trotzdem werden wir gelobt wie toll wir doch wären und das uns das Finale schon sicher wäre.

Multiplayermodus etwas schwach

Während unseres Tests haben wir natürlich auch den Multiplayermodus von Grid Autosport getestet. Dieser ist eigentlich recht ansehnlich und funktioniert auch gut. Was weniger gut funktioniert sind die Mitfahrer. Hier kommt es immer wieder zum Rage-Quitting oder zu extrem unsportlichen Fahrweisen. Wir sind ein wenig enttäuscht von der Gamergemeinde, aber so ist das nun einmal bei einem anspruchsvollen Spiel. Wer bei einem Rennen in Grid Autosport einmal von der Strecke abkommt und sich dabei dreht der hat ein Onlinerennen sowieso schon verloren.

Fazit & Bewertung

Grid Autosport ist optisch eines der anspruchsvollsten Playstation 3 Rennspiele das jemals auf den Markt gekommen ist. Spielerisch bietet es einen einfachen Zugang und ermöglicht uns, das anspruchsvolle Spielerlebnis schnell zu erlernen, sodass wir durchaus in der Lage sind schnell in erfolgreiche Rennen einzusteigen. Dank der 5 verschiedenen Rennmodi gibt es auch für jeden Fahrer und jeden Fan von Autorennen jeder Art etwas zu spielen. Lediglich das unsportliche Verhalten im Multiplayermodus sowie die fehlenden Namen in der Sprachausgabe haben uns ein wenig gestört. Ansonsten ist Grid Autosport so ziemlich am Ende dessen angesiedelt was die PS3 noch leisten kann. Kurzum mehr geht nicht mehr.

Auch wenn Grid Autosport kein Spiel für mal eben Zwischendurch ist, so bringt es doch eine Menge Rennaction und anspruchsvolle Rennen mit verschiedenen Rennmodi mit sich. Um das Spiel wirklich erfolgreich spielen zu können werdet ihr euch wohl ordentlich anstrengen müssen, für eine Platin Trophy wird es sicherlich nochmal länger dauern bis ihr die erreicht habt.

Bewertungen
Singleplayer:
9,5
Gameplay:
9,0
Grafik:
9,5
Sound:
8,5
Multiplayer:
8,5
Gesamtwertung: 9,0

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