Facebook
Twitter
Feed

PS Vita Review: Resistance – Burning Skies Test

In unserem “Resistance: Burning Skies” Test haben wir uns den ersten richtigen Ego-Shooter für den neuen Handheld angeschaut, welcher am 01. Juni exklusiv auf der PlayStation Vita erschienen ist. Insomniac Games ist dieses Mal nicht für die Entwicklung zuständig, sondern Nihilistic Games. Haben die neuen Entwickler Anschluss an die Franchise gefunden oder geht New York beim Angriff der Chimera unter. Das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Resistance Burning Skies Test Review PS Vita Review: Resistance   Burning Skies Test

Einzelspieler & Story:

“Resistance: Burning Skies” spielt zeitlich zwischen dem ersten Teil der Serie “Resistance: Fall of Man” und “Resistance 2″. Wir befinden uns im Jahr 1951 beim Angriff der Chimera auf die Vereinigten Staaten von Amerika und übernehmen die Rolle des Feuerwehrmanns Tom Riley, welcher am Anfang des Spiels zu einem Einsatz in einer Fabrik gerufen wird, da dort ein Brand gemeldet wurde. Schnell stellen wir fest, dass nicht nur Feuer, sondern auch die außerirdischen Bestien die Stadt New York angreifen. Wir kämpfen uns also durch das Fabrikgebäude und Riley versucht seine Familie wiederzufinden, welche sich eigentlich an einem sicheren Ort aufhalten sollte. Dieser wird aber auch von den Bestien angegriffen.

Da die Bestien in einem Überraschungsangriff die Stadt wie auch die Bewohner vollkommen überrumpelt haben, werden viele Menschen und Kinder von den bösen Chimera getötet. Andere wiederum werden gefangen genommen, um in einem Umwandlungszentrum zu einer Bestie zu mutieren, sodass die Invasoren genug Soldaten zur Verfügung haben. Wir müssen uns aber nicht alleine durch die Großstadt kämpfen – Uns steht die Widerstandskämpferin Ellie mit ihrem Team zur Seite, die wir im Laufe der Story auf der Straße treffen. Diese hilft uns tatkräftig bei dem Erledigen der Missionen und sorgt für den Gesprächsstoff zwischendurch.

Wie schon erwähnt, befinden wir uns in “Resistance: Burning Skies” in New York und bereisen die verschiedensten Orte und Gegenden. Wir müssen unsere Kameraden in einem brennenden Fabrikgebäude retten und einige Chimera braten, wobei wir uns auch auf einer Brücke oder sogar in einem Hafengelände vor den Chimera beschützen müssen. Die Settings wurden gut gewählt und zeigen die Vielfalt der Stadt und die weitreichende Zerstörung der Bestien.

Jede Menge Gegner und Bosskämpfe hat der Exklusiv-Titel schon zu bieten, doch ist die Story an sich leider nur Durchschnittskost.

Gameplay:

Wie in den Vorgängern habt ihr auch hier die Möglichkeit das Waffenrad aufzurufen, bei dem ihr alle verfügbaren Waffen aufrufen könnt. In “Resistance: Burning Skies” gibt es Standard-Waffen wie Bullseye oder Karabiner, doch auch neue Waffen wie die Mule. Die Mule ist eine Art Schrotflinte, die aber auch als Bogen fungiert und explosive Pfeile abschießen kann, um Chimera im Umkreis von zwei bis drei Metern in Brand zu setzen. Zusätzlich gibt es den Zerstörer, eine Art Gatling-Gun, und den bekannten Zielerfassungsraketenwerfer. Insgesamt steht euch ein Waffenarsenal von acht Waffen zur Verfügung, wobei ihr natürlich auch mehrere Granatentypen besitzt, um mehrere Gegner auf einem Fleck zu erledigen. Zudem haben die Entwickler ein cooles Waffenupgrade-System integriert, mit dem ihr einige Zusätze aktivieren könnt. Neben einem extra Magazin könnt ihr auch so die Karabiner mit einem Visier ausstatten.

Jede Waffe verfügt auch über Sekundärabschüsse, welche mit den coolen PS Vita-Funktionen ausgelöst werden. Durch ein einfaches Wischen über den Bildschirm markiert ihr mit dem Raketenwerfer mehrere Feinde, welche direkt getötet werden. Oder ihr tippt mit dem Finger auf einen Gegner und taggt diesen mit einer Peilkugel der Bullseye an. So läuft das ungefähr bei allen Waffen ab, wodurch ihr auch oft mit der PS Vita interagieren müsst. Granaten und eure Nahkampfattacke werden am rechten Bildschirmrand angezeigt, welche ihr bequem per Fingerdruck auslösen könnt. Doch wie könnt ihr rennen? Einen R3-Button gibt es leider nicht – Tippt zwei Mal auf den Rear-Bereich der PS Vita und unser guter Riley fängt an zu keuchen. Nihilistic Games hat die Funktionen der PS Vita außerordentlich gut umgesetzt. Man glaubt es kaum, doch ist die Steuerung relativ leicht und geht sehr gut von der Hand. Man hat keine Probleme, auch wenn es mal etwas hektischer zugeht. Dies haben wir natürlich zudem auch den zwei Analog-Sticks zu verdanken, die erstmals bei einem Handheld zum Einsatz kommen.

Die Gegner reichen vom Fußvolk, über fliegende Chimera bis hin zu großen spektakulären Endgegnern. Schon recht am Anfang des Spiels machten wir auch Bekanntschaft mit den kleinen nervigen Kriechern, die wie Skorpione aussehen. Diese treten meist nur in einer Gruppe auf und erscheinen in engen Gängen oder Abwasserkanälen. Neben den Grims, den Standard-Trupps der Chimera, bekommt ihr es auch mit einer Kreuzung aus den Grims und den Langbeinen zu tun, die keine Waffen tragen, sondern euch mit Nahkampfattacken angreifen. Es gibt auch eine neue starke Mutationsart der Chimera, die sich The Executioner nennt. Dieser schießt mit seinen massiven Kanonenarm Raketen auf euch, die euch beim Treffen viel Energie abziehen.

Die künstliche Intelligenz der Chimera muss man in unseren Augen etwas umbenennen, da das Wort Intelligenz nicht in diesem Zusammenhang passt. Wir haben uns direkt auf Schwer in das Schlachtfeld gestürzt und bis zum dritten Level überhaupt keine Probleme gehabt. Danach wird es ein wenig anspruchsvoller, doch im Großen und Ganzen sind die Chimera relativ dumm in ihren Aktionen. Die Chimera mit den Bohrern bleiben trotz Beschuss auf den Kopf stehen und schießen unermüdlich auf den Spieler, obwohl man den Geschossen durch ein leichtes Bewegen ausweichen kann. Im vierten Level in den Laboren gibt es eine Stelle, bei der mehrere Chimera aus einen Gang laufen und alle an einem Pfeiler hängen bleiben und auf dem Punkt laufen – Das ist absolut nervig. Allgemein sind die Chimera auch nicht so helle. Sie suchen sehr selten Deckung und bewegen sich nur, wenn es sein muss. Das hätte man sicherlich ändern können – sehr schade.

Resistance Burning Skies Screenshots 1 PS Vita Review: Resistance   Burning Skies Test

Grafik & Sound:

Die grafische Qualität von “Resistance: Burning Skies” ist sehr durchwachsen. Wir befinden uns in der Nacht auf einer Brücke, welche unermüdlich von Flugzeugen und Raketen angegriffen wird. Die Chimera kriechen aus allen Löchern und wir müssen versuchen so schnell wie nur möglich von dieser Überquerung zu flüchten. Das Setting und die Grafik in diesem Level sehen gut aus und man merkt erstmals das alte Resistance Feeling, welches man davor so sehnlichst gesucht hat. Andere Level hingegen waren doch sehr schwammig und mehrere unscharfe Texturen trübten den Gesamteindruck. Auch gab es zwischendurch einige Grafikfehler wie pixelige Schatten oder dergleichen. Die Charaktere wie Ellie sehen gut aus und vermitteln in Verbindung mit den Synchronsprechern die Persönlichkeit recht gut. Die Animationen der Gegner wie auch der Charaktere sind flüssig und stets ansehnlich. Dennoch haben wir einen weiteren negativen Aspekt, welcher etwas komisch wirkt. Wir verlassen einen Raum als erster (Ellie ist hinter uns) und gehen in einen Korridor oder in einen neuen Bereich und unsere Bekannte steht auf einmal vor uns beziehungsweise taucht aus dem Nichts auf. Uns war nicht klar, dass man in den 60-er Jahren schon die Technologie der Teleportation besaß.

Die Zwischensequenzen werden in einem Comic erzählt, welcher schon bei anderen Titeln desöfteren zum Einsatz gekommen ist. Nichts spektakuläres doch ausreichend, um Hintergründe und die Geschichte zu erzählen. Die Sprache der Sprecherin in den Zwischensequenzen ist uns dennoch persönlich zu leise gewesen. Selbst bei höchster Lautstärke mussten wir uns konzentrieren, um alles zu hören. Im Spiel hingegen ist die Lautstärke vollkommen in Ordnung. Bei den Soundeffekten und den deutschen Synchronsprechern haben wir nichts zu bemängeln. Es gab keine Tonaussetzer oder sonstigen Fehler bei der Musik. Wir empfehlen euch dennoch die Benutzung eines Headsets.

Fazit und Bewertung:

“Resistance: Burning Skies” ist der erste Ego-Shooter auf der PS Vita und konnte uns einigermaßen überzeugen, da auch die vielen coolen PS Vita-Funktionen zum Einsatz kommen und wunderbar die Steuerung ergänzen. Dennoch ist der Gesamteindruck nicht sonderlich berauschend. Viele kleine Fehler trüben das Feeling, welches auf jedenfall gesteigert werden könnte. Grafikfehler und andere unverständliche Dinge wie das Teleportieren von Ellie oder die verschwindenden Waffen und das Auflösen der Gegner sind sehr schade. Wer nach der recht kurzen Kampagne noch nicht genug hat, kann sich im Multiplayer des Titels austoben und in klassischen Spielmodi gegen andere Personen antreten. Hier gibt es Deathmatch, Team-Deathmatch und andere Spielmodi, welche für 4 bis 8 Spieler ausgelegt sind. Für Fans der Resistance-Franchise auf jedenfall empfehlenswert und Personen, die Ego-Shooter gut finden, können getrost einen Blick riskieren.

Resistance Burning Skies Review Bewertung 7.5 PS Vita Review: Resistance   Burning Skies Test

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>