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Review: Tom Clancy’s Ghost Recon Future Soldier Test

Fünf Jahre ist es nun schon her, als wir “Ghost Recon: Advanced Warfighter 2″ das letzte Mal gespielt haben, sodass es endlich Zeit für einen Nachfolger der bekannten Tom Clancy’s Ghost Recon – Reihe wurde. Nach vielen Änderungen und Verbesserungen wurde vor ein paar Tagen der Taktik-Shooter “Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” veröffentlicht, welcher nicht nur vorgescriptete Szenen enthält, sondern auch mit Taktik und Köpfchen zu überzeugen weiß, oder auch nicht? Unsere Eindrücke erfahrt ihr in unserem ausführlichen “Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” Test.

Future Soldier Review: Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier Test

Einzelspieler & Story:

In “Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” finden wir uns als Elitesoldat namens John Kozak wieder, der nach vielen Jahren treuen Militärdienstes in die Group for Specialized Tactics aufgenommen wurde und mit seinen neuen Kollegen Ghost Lead, 30K und Pepper eine Spezialeinheit bildet. Diese ist speziell für ihre Präzision, Taktik und Diskretion bekannt, wodurch auch der Name Ghost zustande gekommen ist. Sie erledigen Aufträge und Feinde meistens ohne gesehen zu werden.

Im neuesten Teil der Serie müsst ihr diesmal nach einem Anschlag mit einer Bombe auf ein anderes Ghost-Team den Terror bekämpfen, der sich schnell als weitaus mehr entpuppt und sogar die ganze Welt in Gefahr steht. Ihr sollt weitere Anschläge verhindern und die Übeltäter zur Strecke bringen. Man kämpft sich so im Laufe der Story durch ein Zeltlager in Mittelamerika, über Dörfer in Nigeria bis hin zu einem Gefängnis in Russland. Insgesamt bietet das Spiel 12 Schauplätze, welche im Durchschnitt ungefähr eine Stunde Spielzeit betragen, wodurch ihr auf mindestens 10-12 Stunden Spielzeit kommen dürftet. Wenn ihr sogar die unzähligen Herausforderungen abschließen möchtet, dauert der Spielspaß durchaus noch länger.

“Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” spielt wie der Name schon sagt in der nahen Zukunft und hat einige coole High-Tech-Gadgets, bei dem das wichtigste Feature wohl die taktische Tarnung darstellt. Kleine Kameras filmen dabei eure Umgebung und projizieren genau dieses Bild auf euren Anzug, wodurch ihr wie ein Chamäleon mit der Umgebung agiert. Man ist dadurch zwar nicht völlig unsichtbar, doch dient dieses neue Feature als effektive Tarnung.

Gameplay:

“Ghost Recon: Future Soldier” bietet viele Waffen wie Scharfschützengewehre, Schrotflinten und Sturmgewehre, um sich einen Vorteil gegen eure Feinde zu verschaffen. Ihr könnt alle Komponenten der jeweiligen Waffe nach eurem Belieben ergänzen oder austauschen. Ihr könnt vom Visier über den Lauf, die Mündung und sogar die Farbe ganz nach euren Vorlieben austauschen und anpassen. So kann man beim Visier zwischen allerhand wie Holo-, Reflex und taktischen Visieren wählen. Dadurch ergeben sich unzählige Möglichkeiten eure Waffen aufzuwerten. Einerseits könnt ihr die Abzugskraft oder die Reichweite verbessern, wobei ihr bei der Kontrolle und Handhabbarkeit der Waffe meistens Einbuße hinnehmen müsst. Mit dem Erledigen von den verschiedensten Missionen schaltet ihr auch wiederum immer mehr Waffen frei, die euch im Kampf gegen die Terroristen weiterhelfen.

Neben den Hauptwaffen gibt es natürlich auch noch Sekundärwaffen, die sich von Pistolen über Maschinenpistolen erstrecken. Auch könnt ihr eine Ladung Granaten, Blendgranaten, EMP-Granaten oder Aufklärungsgranaten mitnehmen, die euch bei der Sichtung eurer Gegner helfen. Beim Werfen dieser Granate wird ein kleiner Impuls abgegeben, der eure Feinde in einem gewissen Radius markiert. Zusätzlich gibt es aber noch ein High-Tech-Gerät, welches der moderne Soldat sicherlich nicht missen will. Ihr habt Zugang zu einer Drohne, welche nicht nur im Flug bestens zum Ausspionieren geeignet ist, sondern auch auf dem Boden als kleines Mini-Auto, da eben diese sich zu einem kleinen fahrbaren Untersatz verwandeln kann. Als sogenannter Crawler könnt ihr euch so in Räume schleichen, um einen elektrischen Impuls auszulösen, der die Gegner für einige Sekunden lähmt. Mit der Drohne könnt ihr nicht nur Feinde aufspüren, sondern auch für eure Teamkameraden markieren.

Wenn ihr mal in einem Einsatz seid, bei dem es dunkel ist oder die Sicht immens erschwert wird, habt ihr noch ein paar zusätzliche Gadgets, die ihr einsetzen könnt. Neben einem Nachtsichtgerät habt ihr ein Gerät, welches euch metallische Gegenstände erkennen lässt. So könnt ihr selbst bei einem starken Schnee- oder Sandsturm eure Gegner und ihre Waffen erkennen – im technischen Vorteil seid ihr allemal.

Mal scheint es auch so als wären die schier unendlichen und immer wieder neu auftauchenden Gegner nicht zu besiegen und man muss sich geschlagen geben – glücklicherweise haben die Ghosts nicht nur Feuerkraft in petto, sondern auch schwere Kaliber. So ruft ihr in einer brenzlichen Mission beim Beschützen eines VIP kurzerhand eine ferngesteuerte Luftrakete, die neben den feindlichen Fahrzeugen auch allerhand Bodenkämpfer aus dem Weg räumt – Action pur. Auch seid ihr im Laufe der Einsätze MG-Schütze eines Kampfhelikopters und könnt einen großen Roboter namens Warhound steuern, der Mörser aber auch Lenkraketen besitzt, um eure Feinde aus der sicheren Entfernung zu erledigen.

Neben den Primäreinsätzen gibt es auch ein ausgeklügeltes Herausforderungssystem, welches Nebenaufgaben beinhaltet, die ihr während den Hauptmissionen erreichen könnt. Hierbei gibt es taktische Missionsziele aber auch waffenspezifische. So soll man beispielsweise bei der Verfolgungsjagd mit dem Helikopter alle Fahrzeuge des Konvoys zerstören, um zumindest einen Teil der insgesamt vier taktischen Ziele zu erreichen. Waffenziele gibt es meistens pro Level eines. Sehr gut ist auch die Anzeige der Schwierigkeit, sodass man sich ungefähr vorstellen kann, wie lange man für eine Nebenmission benötigt. Die Herausforderungen wurden nahtlos in die Story eingebunden, wobei man diese dennoch nicht im Verlauf der Story geschenkt bekommt. Manche Ziele haben es wirklich in sich und sind besonders auf Elite nicht so schnell zu erreichen.

Die künstliche Intelligenz der Gegner wurde eigentlich im Großen und Ganzen auch gut umgesetzt, wobei man meistens gar nicht in die Bedrängnis kommt, wenn man den Simultanschuss richtig einsetzt. Mit diesem wirklich coolen Feature könnt ihr bis zu vier Feinde markieren, sodass dein komplettes Team alle Gegner gleichzeitig ausschaltet, wobei der Spieler auch einen Gegner anvisieren muss. Beim Markieren der Feinde suchen sich eure Teamkameraden eine geeignete Stelle, um das Ziel auch wirklich erledigen zu können. Dies wird mit einer Art Ladebalken dargestellt. Ist ein Ghost fertig und zum Abschuss bereit, leuchtet sein Feld blau auf. Sollten alle bereit sein, steht einem traumhaften in Zeitlupe durchgeführten Abschuss nichts mehr im Wege. Dadurch wird einem klar, dass man auf jedenfall in einem Team arbeitet und nicht alleine in den fremden Gebieten um sein Überleben kämpft.

Review Ghost Recon Future Soldier Test 01 568x320 Review: Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier Test

Grafik & Sound:

Die Grafik in “Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” ist an manchen Stellen überraschend gut, wobei an anderen Schauplätzen wiederum schwammige Texturen auffallen. Dennoch sehen alle Schauplätze wie die Zeltlager glaubhaft aus und überzeugten uns. Zivilisten rennen in der Gegend umher, um sich noch vor den bevorstehenden Schusswechseln zu retten. Die Actionsequenzen wurden auch schön in Szene gesetzt, wobei die Gesichter leider nicht so gut aussehen. Die Animationen hingegen sind sehr schön anzuschauen, wie die Gegner oder unser Team Deckung sucht, durch die Gegend schleicht oder im Simultanschuss die Gegner eliminiert.
Auffällig gut sind die besonderen Licht- und Partikeleffekte, die das Team von Ubisoft kreiert hat. Wir befinden uns in einem dreckigen, stinkenden Abwasserkanal, welcher in der Dunkelheit von Ratten bevölkert wird. Als wir endlich das Ende der Kanalisation erreichen, müssen wir uns erst an das Sonnenlicht gewöhnen, wodurch einige Lichteffekte entstehen, die sehr gut zur Geltung kommen. Allgemein sind die Lichteffekte und Sonnenstrahlen sehr gut im Spiel umgesetzt worden.

Die Akustik im Spiel ist hingegen leider nur durchschnittlich und kann nicht mit Größen wie Battlefield 3 mithalten. Sie ist vollkommen in Ordnung, doch kommt leider kein Wow-Gefühl auf. Auch die deutschen Synchronsprecher haben ihre Aufgabe nur durchschnittlich erledigt. Dennoch um es nochmals zu betonen sind der Sound und die Grafik nicht schlecht. Sie ist solide und kann sich sehen lassen.

Mehrspieler:

Der Mehrspieler beinhaltet einen Guerilla-Modus und einen Multiplayer. Im Guerilla Mode müsst ihr Hauptquartiere einnehmen und diese dann in zehn Wellen gegen Feinde verteidigen. Dies passiert ganze fünf Mal bis ihr ein Level geschafft habt. Diesen Modus könnt ihr alleine, mit einem Freund im Split-Screen oder online mit anderen Freunden spielen. Wir empfehlen euch mit mehreren Personen zu spielen, da teilweise die Gegner von mehreren Seiten kommen und ein Bezwingen alleine sehr schwierig wird. In jeder Basis gibt es neue Ausrüstung und Munition, um auch immer bis an die Zähne bewaffnet gegen eure Gegner antreten zu können. Dieser Modus macht besonders mit Freunden sehr viel Spaß und ist nur zu empfehlen.

Selbstverständlich gibt es auch einen Multiplayer-Modus bei dem sechs Soldaten pro Team gegeneinander kämpfen. Hier gilt es stets mit eurem Team zusammen zu arbeiten, da ihr alleine schnell verloren seid. Euch stehen vier Spielmodi zur Verfügung, welche sich von Köder, Konflikt, Saboteur und Belagerung erstrecken. Ihr müsst Gegner eliminieren, Bomben legen und entschärfen, und zufällig erscheinende Missionen erfüllen. Die Maps im Multiplayer wie auch im Guerilla-Modus sind an die der Kampagne angelehnt und sehen auch gut aus. Der Multiplayer ist mit Freunden eine gelungene Abwechslung zum Singleplayer.

Fazit & Bewertung:

“Ghost Recon – Future Soldier” ist ein solider Taktik-Shooter, der durch viele Neuerungen und Abwechslung der Taktik und Action-Szenen durchaus Spaß macht. Cool ist gleichzeitig der Simultanschuss, der es euch ermöglicht vier Gegner gleichzeitig mit Kopfschüssen zu erledigen. Neben vielen High-Tech-Gadgets gibt es auch unzählige Waffen und Anpassungsmöglichkeiten, die besonders im Multiplayer-Modus gut zur Geltung kommen. Die Schauplätze, die Grafik und die Waffen wurden insgesamt gut umgesetzt und passen zum Spiel. “Tom Clancy’s Ghost Recon – Future Soldier” ist ein Taktik-Shooter, der zudem mit viel Action überzeugt hat.

Review Ghost Recon Future Soldier TEST Bewertung Review: Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier Test

4 Kommentare

  1. marco

    29. Juni 2012 at 14:45

    wamm kommt denn mal ein dlc raus??

  2. Alias

    29. Juni 2012 at 15:27

    Bisher ist nichts zu DLCs bekannt. Wird aber sicher noch etwas kommen.

  3. Bloodgod2001

    5. Juli 2012 at 09:11

    Das Game ist einfach mal ein gesamtes Kunstwerk, in seinem Genre….
    Ich liebe es und zocke es auch sehr gerne mit kumpels

  4. Alias

    5. Juli 2012 at 13:19

    Schön, ich habe neben deinem Lob auch echt viel Lob auch verschiedensten anderen Ecken gehört. Gut, dass mal wieder ein richtig ordentlicher TPS erschienen ist.

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