Facebook
Twitter
Feed

Review: Gravity Rush – Test (PS Vita)

Wir haben im heutigen Test “Gravity Rush”, das neue epische Abenteuer mit der einzigartigen PlayStation Vita-Steuerung, welches aus dem Hause Sony Computer Entertainment stammt. Das Action-Adventure Spiel aus der berühmten Spieleschmiede der Japan Studios möchte seine Spieler mit seinem außergewöhnlichen Gameplay faszinieren. Ob der Titel “Gavity Rush” hält was er verspricht oder Kat in einem Gravitationssturm untergeht, erfahrt ihr nun in unserem ausführlichen Test.

Gravity Rush Logo 597x320 Review: Gravity Rush   Test (PS Vita)

Singleplayer/Story:

Bei “Gavity Rush” befindet man sich in der mystischen Stadt Hekseville, die unter einigen Gravitationsstürmen leidet und die Stadt immer weiter auseinanderreist. Aus welchem Grund diese Stürme und die geheimnisvollen Wesen die Bürger der Stadt bedrohen, ist bisher noch nicht bekannt. Wir wissen nur, dass wir nicht vollkommen alleine sind, denn gleich zu Beginn von “Gravity Rush” blickt man auf einen typischen Apfelbaum, bis man nach einer Weile bemerkt, dass die auffallend in der Bildmitte positionierte Frucht von dem Spieler über den Touchscreen berührt werden möchte. Nachdem man die Frucht von dem Baum getrennt hat, rollt diese nun durch die Gassen der Stadt Hekseville, welche an ein altes London zu Zeiten eines Sherlock Holmes erinnert. Was haben diese Geschehnisse mit dem Spiel zu tun? Nun, schließlich kam einen der größten wissenschaftlichen Genies aller Zeiten Isaac Newton der Sage nach auch unter einem Apfelbaum die Inspiration zur Theorie der Schwerkraft, als ihm eine Frucht auf den Kopf fiel.

Der oben erwähnte Apfel rollt nun der Protagonistin des Spiels vor die Füße. Hierbei erwacht sie aus ihrem tiefen Schlaf und schaut erst einmal orientierungslos umher. Kurz darauf lernt man eine kleine magische Katze kennen, welche uns ab sofort durch das Spiel begleiten wird. Jeder, der keine Katzen mag, sollte trotzdem dankbar sein, denn das Tier verleiht dem Charakter Kat einige ganz besondere Fähigkeiten, die im Mittelpunkt des Spiels stehen.

Während Kat weiterhin gegen die geheimnisvollen Geschehnisse ankämpft, entdeckt sie nach geraumer Zeit eine einzigartige Fähigkeit, mit der sich die Erdanziehungskraft manipulieren lässt. Jetzt besteht die Möglichkeit die Richtung des Spiels zu verändern, um die Stadt auf diese Art Stück für Stück zu erkunden. Neben den Angriffen muss man im Spielverlauf der jungen Dame helfen ihre persönlichen Erinnerungen wiederzufinden.
Bei „Gavity Rush“ gilt es schließlich die Welt vor den Stürmen und den Wesen zu bewahren und langsam aber sicher die Stadt Hekseville wieder aufzurichten.

Gameplay:

Ihr könnt erstmalig die verschiedensten Dinge wie Hauswände, Dächer oder die Unterseite der düsteren Stadt begehen, sodass euch in “Gravity Rush” so gut wie keine Grenzen gesetzt werden. Neben vielen beeindruckenden Spielereien, sticht wohl das Gravitations-Feature sehr heraus, wodurch dieses als das Hauptmerkmal des Spiels anzusehen ist. Ihr könnt diese wirklich coole Funktion dennoch nicht unendlich benutzen. Nachdem eine vorgegebene Zeit verstrichen ist, fallt ihr wie ein nasser Sack zu Boden. Allerdings ist die Zeit, in der sich die Kraft wieder regeneriert, so minimal, dass man teilweise schon im Flug wieder auf die Gravitation zugreifen kann. Außerdem sind überall in der Stadt Kristalle versteckt, die unter anderem den Gravitationsbalken oder den Energiebalken von Kat sofort wieder aufladen und zur Verbesserung der Fähigkeiten und Kräfte dienen. Besonders lohnt es sich aber in die kämpferischen Fähigkeiten von der Protagonistin zu investieren, denn im Verlauf des Spiels trifft man häufig auf schwarz-rote Monster mit dem Namen Nevi, welche man mit Schlägen, Tritten oder wirkungsvolleren Schwerkraft-Attacken, die man im Lauf des Spiels freischaltet, an ihren leuchtenden Schwachpunkten treffen muss, um sie ins Jenseits zu befördern.

Manchmal nehmen diese Kristalle dem Spiel dennoch etwas die Herausforderung, weil Kat sich nicht so oft verletzen kann und ihr demnach auch nichts Großartiges passiert, auch wenn sie aus einer großen Höhe auf den Boden fliegt. Trotzdem ist die Navigation durch die Welten das absolute Highlight des Spiels. Aufgefallen ist uns auch, dass wenn man sich auf der Unterseite eines Gebäudes befindet und einen Schritt über die Kante macht, fällt man nicht auf die Seite der Menschen, sondern auf den gegenüberliegenden Boden oder einfach in die Luft. Wenn ihr von einer Wand zur anderen springt, kommt ihr euch wie in einer Parcours-Simulation vor, nur mit dem Unterschied, dass man hier die Gravitation ändern kann, falls es gefährlich wird.

Ihr springt nicht nur im Verlauf der Story-Missionen durch die Stadt, sondern könnt ihr auch euren Teil zum Wiederaufbau der Stadt mittels verschiedener Nebenmissionen beitragen. Das Kampfsystem ist sehr ordentlich aufgebaut und hilft dem Spieler mittels freischaltbaren Fähigkeiten in vielen Situationen weiter. “Gravity Rush” bietet dem Spieler leider keine große Abwechslung, da sich bei dem Spiel alles um die Gravitation dreht, was wir dennoch nicht als großen Fehler ansehen.

Die Steuerung des Titels ist vollkommen auf die PlayStation Vita ausgelegt: Wir stoßen uns mit dem Charakter Kat durch das Bestätigen der Aktionstaste von der Erde ab und bestimmen dann die Flugbahn mit dem SixAxis Feature. Diese Methode funktioniert erstaunlicherweise sogar genauso gut wie mit den verbauten Analogsticks. Mit der rechten Schultertaste kann der Spieler unter anderem die Gravitation aktivieren um sich dann an andere Orte begeben zu können. Leider trüben die langen Ladezeiten bei Restarts den Gesamteindruck der doch guten Steuerung ein wenig.

 Review: Gravity Rush   Test (PS Vita)

Grafik und Sound:

Grafisch bietet das Spiel einen gezeichneten Anime-Stil, der an diverse Filme/Serien wie DragonBall, Naruto oder One Piece erinnert. Der eine mag es und der Andere eben nicht. Dennoch passt er zu dem perfekten und zukunftsorientierten Setting von “Gravity Rush”.  Zusätzlich hat das Entwicklerteam von Sony Japan nicht mit den Effekten gespart, das sich zum Beispiel an den Haaren von Kat erkennen lässt, die immer in die Richtung des gerade aktiven Bodens fallen und dem Spieler damit zeigen, was für eine Arbeit in das Gravitations-Feature gesteckt wurde.

Auch die Häuser, Bänke und Absperrungen wurden alle detailliert gezeichnet und geben dem Spiel eine noch tiefere Wirkung. Wir haben uns auch etwas mit den Gegner befasst, welche in einem Blut-Rot überzogenen Mantel erscheinen und etwas an die Gegner von “God of War” oder “Dantes Inferno” erinnern. Zwar sind die Bosse nicht so groß wie die der angesprochenen Titel, dennoch treten sie gut auf und stecken auch ganz schön was ein.

Eine kleine Kritik haben wir bei der Navigation im Raum festgestellt, welche nicht immer übersichtlich am Bildschirm erscheint. Mit kleinen Markierungen hilft euch aber das Spiel dabei, den Überblick und die Position eurer Feinde zu behalten. Bei einem großen Andrang der Gegner wirkt die Framerate leider etwas angeschlagen. kleine Lags, welche den Spielverlauf nicht großartig stören, treten dennoch auf. Andere Bildstörungen, Bildaussetzer oder jegliche Nachteile der Grafik konnten wir nicht erkennen.

Neben der feinen Optik wird der Spieler auch musikalisch mit passenden und abwechslungsreichen Songs bei dem Abenteuer begleitet. Hierbei wurden eher sanftere Töne gewählt, welche aber auch optimal an das Spiel angepasst wurden.

Fazit und Bewertung:

Das in japanische Spiel “Gravity Daze“  und in Europa genannte “Gravity Rush“ überzeugte uns durch sein sehr eigenes Spielgefühl, welches unter anderem die PlayStation Vita-Features ordentlich in den Vordergrund rückt und eine lustige Story mit Begleitung einer magischen Katze bietet. Dieser grandiose Anime-Stil ist sehr eigen und kann nicht mit anderen Titeln verglichen werden. Zwar schaut es teilweise wie die Titel Naruto und DragonBall aus, doch wer es selber gespielt hat und das Gameplay etwas näher kennengelernt hat, merkt schnell, dass sich dieses Spiel in einer anderen Liga befindet. Von unserer Seite aus ist dieses Spiel ein absoluter Geheimtipp und zugleich eine Kaufempfehlung für jeden PS-Vita Besitzer wert.

9 Review: Gravity Rush   Test (PS Vita)

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>