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Review: F1 2012 im Test

Rot, Rot und Grün! Endlich geht es in die neue Formel 1 Saison 2012. Der Publisher und Entwickler Codemasters Racing bringt mit seinem neuen Renntitel „Formel 1 2012“ alle Lizenzen der Fahrer, Boliden und Strecken der Motorsport-Königsklasse auf den neuesten Stand. Was dürfen wir in diesem Jahr von dem Rennspiel erwarten? In unserem ausführlichen Test erfahrt ihr, ob der Titel von der Strecke abgekommen ist oder er mit Bravour sein Ziel erreicht hat.

F1 2012 logo 620x189 Review: F1 2012 im Test

 

Singleplayer, Multiplayer und Karriere:

Zum Beginn des Spiels erkennt man schnell,  dass sich die Hauptmerkmale auch mit F1 2012 nicht grundlegend geändert haben – was eigentlich zu erwarten war. Die neue Formel 1-Simulation beginnt für jeden Spieler mit dem komplett neuen Young Drivers Test, in dem man sich wie im echten Leben einigen Erfahrungs-Tests stellen muss. Hierbei werden einem die Grundlagen und die erweiterten Fahrtechniken gut erklärt, die dann auf der Piste in Zeit-Challenges für Gold-Medaillen gemeistert werden müssen. Neben einem Bremstest und Tempotest werden dem Spieler auch die Techniken der Drs und Kers näher gebracht. Diese beiden Funktionen helfen dem Fahrer erheblich beim Überholen der Gegner, da man zehn bis fünfzehn km/h mehr aus seinen Boliden an bestimmten Stellen der Strecke rausholen kann. Für den Young Drivers Test darf man sich zu Beginn schon hinter das Lenkrad von einem Red Bull Racing-, Ferrari- oder McLaren Mercedes F1 Wagen setzen, welche im Verlauf der anderen Modi erst einmal in weite Ferne rücken.

Sehr gut umgesetzt sind auch die Trainingseinheiten für die besonderen Rennmomente wie dem Wetterwechsel oder dem fliegenden Start. Man merkt sofort, dass sich der Wagen auf einem nassen Belag schlechter steuern lässt als auf einer trockenen Fahrbahn. Kleine Checkpoints in Form eines kleinen Balkens helfen einem hierbei das Fahrgefühl für diese Situationen besser zu erlernen, um in den kommenden Rennen erfolgreich gegen das Feld antreten zu können. Nach den acht Trainingseinheiten und drei Videos kann man auch endlich auf die Jagd nach dem Weltmeistertitel gehen. Wir schauten uns etwas im Menü um und mussten feststellen, dass Codemasters Racing den frei konfigurierbaren Grand-Prix-Modus komplett aus dem Menü entfernt hat.

Als Entschädigung hat man dafür den Season Challenge Modus eingefügt, in welchem man mit einem der bekannten Teams Marussia oder Torro Rosso beginnt, um sich zu einem besseren Rennstall hochzuarbeiten. Schön finden wir die Rivalen Option, mit welcher man sich für andere Teams sozusagen vorstellt und bewirbt. Hat man einen der ausgewählten Rivalen in zwei von drei Rennen geschlagen, rasselt schon das E-Mail Postfach und man darf sich auf eine Einladung für ein neues Team freuen. Gefahren wird in zehn verkürzten Rennen mit insgesamt fünf Runden.

Neben dem gut integrierten Season Challenge Modus dürfen sich alle Fans auf den Champions Mode freuen, der einige Challenges mit sich bringt. Unter anderem darf man sich hier einen anderen Fahrer stellen, der euch in einem Regenrennen auf der Brasilien-Strecke regelrecht verfolgt. Haltet ihn drei komplette Runden hinter euch und ihr habt die erste Challenge abgeschlossen. Zwar finden wir beide neuen Spiel-Modi mit ihrem Umfang wirklich gut, aber irgendwie fehlt uns der frei befahrbare Grand-Prix-Modus mit seinen unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten.

Der Karriere Modus lässt euch in die aktuelle Formel-1-Saison eintauchen und lässt euch mit allen aktuellen Fahrern und Boliden an den Rennwochenenden teilnehmen. Hierbei startet man aber auch in einem  schwachen Team und man muss sich in fünf Jahren einen Platz erfahren, um in einem konkurrenzfähigen F1-Wagen Platz nehmen zu dürfen und letztendlich um den Weltmeistertitel mitfahren zu können. Denn dann geht es darum, den begehrten Pokal am Ende der Saison zu ergattern und in die Luft zu strecken.

Den Online-Modus möchten wir für euch auch kurz ansprechen. Nachdem wir unseren Online-Pass eingelöst haben konten wir uns auch schon schnell auf die Strecke begeben. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es hier keine Änderungen. Man kann sich wie gewohnt in den Räumen treffen und mit bis zu 16 Teilnehmern auf allen Rennstrecken mit den lizenzierten Fahrzeugen der Formel 1 spannende Rennen absolvieren. Das Onlinefeeling ist wie gewohnt super. Wir hatten keine Verbindungsabbrüche und geruckelt hat es beim Fahren auch nicht – Top Service.

Gameplay:

Gelegenheitsfahrer werden sich bei diesem Spiel erst einmal umschauen, denn hier gibt es wie zum Vorgänger keine Möglichkeit die Rundenzahl auf weniger als 25% zu stellen. Daher ist man durch die ebenso fehlende Speicherfunktion während eines Rennens gezwungen sich rund 30 Minuten pro Strecke mit dem Rennwagen auf den Strecken aufzuhalten. Codemasters Racing möchte an dieser Stelle den Realismus etwas mehr in den Vordergrund rücken – doch wird es auch jedem gefallen? Jeder, der rennbegeistert ist, wird sich sicher die Zeit nehmen und locker über 120 Stunden an der Konsole beziehungsweise auf der Couch verbringen.

Eine gute Variante um einen Unfall rückgängig zu machen wurde auch eingebaut. Denn wie bei fast allen Codemasters-Rennspielen ist auch hier wieder die beliebte Rückspulfunktion vertreten, welche euch bis zu maximal vier Mal die Zeit zurückspulen lässt. Solltet ihr euch aber in der letzten Runde befinden und ihr baut euren fünften Unfall, dann hab ihr leider Pech gehabt und dürft je nach dem Ausgang des Rennens euch auf weitere 30 Minuten freuen. Zum Glück kann man sich aber vor den Rennen das Fahrzeug und die Optionen etwas anpassen. Neben ABS, Traktionskontrolle und der Schaltung steht euch auch die Einstellung des KI-Schwierigkeitsgrades zur Verfügung, um etwas leichter die Rennen beenden zu können.

Auch ein neues Wettersystem hat seinen Weg in das Spiel gefunden. Unter anderem kann es nun dazu kommen, dass in einer der letzten Runden plötzlich der Himmel anfängt zu weinen und den Fahrern auf verschiedenen Streckenabschnitten in Angst und Schrecken versetzt, wenn sie mit Spitzengeschwindigkeit von der Piste fliegen und das Rennen so sein Ende nimmt. Sollte das dynamische Wetter mitten in einem Rennen umschwenken, dann sollte man sich schnell in die Boxengasse begeben, um sich die Regenreifen anschrauben zu lassen. Dadurch hat man auch eine bessere Chance seinen Platz zu verteidigen oder zu siegen. Durch diese Funktion ist entweder ein heiterer Fahrspaß garantiert oder eine verärgerte Stimmung.

Nach einigen Runden müssen wir ehrlich zugeben, dass man das Geschwindigkeitsgefühl wirklich erstklassig an den Spieler bringt. Dank der selbstkonfigurierbaren Steuerung des Controllers oder dem Lenkrad hat man einen starken Einfluss auf die Fahrmanöver im Spiel, die man im Laufe der vielen verschiedenen Rennen selbst miterleben wird, wenn es unter anderem im kurvenreichen Nachtrennen von Singapur zur Sache geht.

Grafik und Sound:

Die Grafik ist schon wie bei dem Vorgänger F1 2011 sehr gut. Die Autos machen einen ordentlichen Eindruck mit ihrem originalen Erscheinen. Im Vordergrund stehen bei dem neuen Titel unter anderem die satten Farben, welche sehr ins Auge stechen. Die Wettereffekte sind weiterhin grandios umgesetzt worden und an sich bleibt die Qualität im oberen Bereich.

Wir sind auch an einigen Stellen stehen geblieben und haben uns etwas umgeschaut, ob die Entwickler etwas geändert hat. Im Großen und Ganzen hat man alles beim alten gelassen, was auch nicht sonderlich schlimm ist. Die Strecken kommen mit ihrem originalgetreuen Designs und ihren speziellen Anforderungen wie dem Nachtrennen von Singapur oder Monaco mit seinem städtischen Flair mit einer tollen Atmosphäre auf eurem Bildschirm. Wir finden es jedoch schade, dass man bei dem neuen Titel keine weiteren Animationen hinzugefügt hat. Schon seit Jahren vermisst man bei den Formel 1-Spielen eine Siegerehrung. Ob sich da in den nächsten Jahren was tun wird, steht noch in den Sternen.

Auch an der Soundkulisse hat Codemasters gehörig gearbeitet: Die Geräusche bei einem Überholmanöver wurden nun optimal bearbeitet und schmelzen regelrecht ineinander ein. Hierfür hat man die Umgebungen und die Abstände korrekt berechnet. Auch die anderen Sounds wie beim Start eines Rennens und das Einfahren eines Tunnels kommen natürlich mit einer realistischen Atmosphäre rüber.

Fazit und Bewertung:

Uns hat der Titel wirklich gut gefallen. Zwar fehlt immer noch eine kleine Siegerehrung nach einem Sieg, dennoch geht der Titel mit einem prächtigen Sortiment an den Start. Alle originalen Strecken, Fahrer und F1-Boliden sind hierbei vertreten. Die beiden neuen Modi wurden auch gut in Szene gesetzt, obwohl die Streckenspielzeit verlängert wurde. Grafisch konnte man sich schon verbessern, doch fallen einem nur kleinere Details wie die knalligeren Farben auf. Jeder, der den Vorgänger gerne gespielt hat und die Formel 1 mag, kann bei “Formel 1 2012″ unbedenklich zugreifen.

 Review: F1 2012 im Test

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