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Review: DmC Devil May Cry – Der neue Dante im Test

Der erste große Titel in diesem Jahr “DmC: Devil May Cry” wurde schon im Vorhinein von den Fans mehr als nur auseinander genommen. Das Studio? Unpassend. Die Neuausrichtung der Serie? Nicht akzeptabel. Der neue junge Dante? Einfach nur lächerlich. Wir sind da aber ganz anderer Meinung! Ninja Theory hat ein Spiel entwickelt, das der Serie mehr als würdig ist. Der neue Dante gefällt und überzeugt dermaßen, dass wir uns nicht mehr von “DmC: Devil May Cry” lösen konnten. Die Gründe und alle Einzelheiten findet ihr in unserem ausführlichen “DmC: Devil May Cry Test”.

DmC Devil May Cry Review: DmC Devil May Cry   Der neue Dante im Test

Singleplayer & Story:

Durch die Neuausrichtung der Serie erfahren wir mehr Hintergründe zur Entwicklung des bekannten Dante und wieso dieser so geworden ist, wie wir ihn kennen. Der junge Dante ist respektlos, an Frauen interessiert und ist ein Einzelgänger. Ninja Theory hat sich besonders auf die Geschichte konzentriert, sodass ihr die Dämonen nicht nur sinnlos in das Reich der Toten zurückbefördert. Seine Eltern sind der Dämon Sparda und der Engel Eva, welche nicht nur einige Eigenschaften vererbt haben, sondern auch hilfreiche Waffen – dazu später mehr.

Nach einem kurzen Einspieler, in dem wir uns mit mehreren Damen vergnügt und gefeiert haben, haben wir keine Zeit unseren Rausch auszuschlafen. “DmC: Devil May Cry” beginnt schon direkt am Anfang sehr actionreich und spektakulär. Wir werden von einem mysteriösem Mädchen geweckt, die uns warnt schnell zu verschwinden, da wir in Gefahr sein sollen. Stets an unserer Seite finden wir das anfangs mysteriöse Mädchen namens Kate wie wir später herausfinden. Den Charakter an sich finden wir sehr interessant und gut gelungen, auch wenn ihre Vergangenheit nicht sonderlich schön ist. Kurz darauf geht es schon los. In eine andere Welt gezogen und von einem riesigen Dämon angegriffen, müssen wir flüchten und uns in Sicherheit bringen. Die Mannen von Ninja Theory machen schon hier vieles richtig. Die Action beginnt sofort und bricht nicht ab – sehr genial.

Die andere Welt nennt sich Limbo und ist eine Parallelwelt zur realen Umgebung. Alles was im Limbo passiert, spiegelt sich auch in der richtigen Welt wieder. Sehr gut gemacht fanden wir hier die Szene mit dem verrücktgewordenem Riesenrad am Anfang. Der Limbo kann durch gewisse Spalten betreten werden, wobei wir auch teilweise unverhofft in die surreale Welt gezogen werden. Herrscher vom Limbo und der Dämonen ist Mundus, welcher sich auch in der realen Welt getarnt aufhält. Ihm gehören der Fernsehsender und alle nur erdenklichen Kommunikationsmedien. Aus diesem Grund ist es ihm möglich Unwahrheiten über uns und dem Orden, einer Organisation, zu verbreiten. Zusätzlich ist er der Hersteller eines Getränks, welches nicht nur den Durst löscht.

Die oben erwähnte Organisation “Der Orden”, welche von unserem Bruder Vergil geleitet wird, steht uns beim Bezwingen der Dämonen zur Seite, auch wenn diese nur Tipps geben können. Die Anhänger des Ordens sind die einzigen, die gegen die Machenschaften des Mundus ankämpfen. Doch reicht es aus, um Mundus zu stürzen?

DmC Devil May Cry Review 04 568x320 Review: DmC Devil May Cry   Der neue Dante im Test

Gameplay:

Ninja Theory hat sich für das Gameplay von “DmC: Devil May Cry” bei früheren Teilen bedient und das ist auch gut so. Die Grundmechaniken Draufhauen und Schießen wurden im Großen und Ganzen beibehalten, wobei Dante’s Repertoire mit einigen coolen Fähigkeiten und Waffen erweitert wurde. Bekannte Waffen sind sein Schwert Rebellion und seine Schusswaffen Ebony und Ivory. Mit seinem Schwert kann Dante immensen Schaden zufügen und die Gegner in die Luft schleudern, während er mit den Schusswaffen die Kombo oben hält oder aber auch Feinde in der Luft mit einem Kugelhagel bearbeitet.

Wie oben schon erwähnt stehen unserem Helden mehrere Waffen zur Verfügung, während er im aktuellsten Teil neue Fähigkeiten erhalten hat. Von seinem Vater Sparda hat er Dämonen- und von seiner Mutter Eva Engelswaffen erhalten. Arbiter ist eine dämonische Axt, mit der ihr jede Menge Schaden anrichten könnt. Zudem könnt ihr die Schilde der Feinde zerstören. Osiris ist eine Engels-Sichel, mit der ihr schnelle Angriffe ausführen könnt, die auch große Gegnermassen trifft. Falls ihr eher auf die geballte Manneskraft stehen solltet, hat Capcom auch etwas parat. Eryx sind Panzerhandschuhe mit denen ihr selbst große Gegner in luftige Höhen befördern könnt.

Auch wenn es in “DmC: Devil May Cry” heiß hergeht und ihr euch durch die Meute metzeln müsst, solltet ihr auch taktisch agieren, um eure Gegner niederzustrecken. Nicht nur wegen den Kombos, sondern auch wegen die vielen verschiedenen Gegnern, solltet ihr stets die Waffen wechseln. So gibt es beispielsweise Dämonen, die nur von den Sicheln oder der Axt Schaden nehmen. Es gibt auch fliegende Dämonen, die ihr zwar mit euren Pistolen beschießen könnt, doch gibt es auch dort Unterschiede. Schilde, Lanzen und sogar Pfeil und Bogen ist Teil ihrer Waffenkammer.

Die Dämonen- und Engelswaffe ist jedoch nicht nur zum Kämpfen geeignet. Beide Fähigkeiten besitzen zwei Krallen, mit denen ihr euch fortbewegen könnt. Mit der Dämonenkraft könnt ihr weit entfernte Gegenstände wie Wände oder dergleichen aus Verankerungen reißen, sodass ihr eine weitere Ebene benutzen könnt, um Bereiche zu erreichen, die vorher unmöglich schienen. Mit der Engelskralle könnt ihr von Ort zu Ort schwingen, falls ihr einmal den Boden unter euren Füßen verloren haben solltet. Daduch ergeben sich coole und teilweise auch schwierige Hüpf- und Kletterpassagen, da ihr beide Fähigkeiten kombinieren müsst. Die Greifhaken sind natürlich auch bei den Gegnern anwendbar.

Grafik & Sound:

Grafisch kann sich “DmC: Devil May Cry” auf jedenfall sehen lassen. Ninja Theory setzt gekonnt bunte und knallige Farben ein, welche die verrückte Welt bestens in Szene setzen. Limbo macht einen guten Eindruck und überzeugt durch seine surrealen Effekte. Mauern und Stahlträger verbiegen sich wie Gummi, ganze Städte türmen sich auf und Gegnerhorden stürzen sich auf euch – und das alles gestochen scharf ohne schwammige Texturen oder Grafikfehler. Das abwechslungsreiche Design der Abschnitte und die massiven Effekte der verwandelden Welt machen schon einiges her. Die Zwischensequenzen, die riesigen Endbosse und ganz besonders die Charaktere sehen überragend aus und bewegen sich auch so. Durch das Motion-Capturing-Verfahren sehen die Bewegungen und Aktionen der Charakter sehr realistisch aus und wirken keineswegs aufgesetzt oder künstlich. Selbst das Zusehen macht schon Spaß. Der kritisierte junge Dante mit seinem neuen Aussehen macht auch einen guten Eindruck und konnte uns mit seiner neuen Haarfarbe begeistern.

Die musikalische Präsentation und die Untermalung mit den Techno- und Elektro-Klängen fördern das actionreiche Gameplay, wobei wir mit unserer Version mit einigen Tonaussetzern zu kämpfen hatten – möglicherweise ein Einzelfall. Die deutschen Synchronsprecher schöpfen auch aus allen Vollen und achten wie die englischen Original-Texte nicht auf eine sittliche Aussprache – sehr ansprechend und passend.

Fazit & Bewertung:

Ninja Theory hat sich mit “DmC: Devil May Cry” einmal mehr selbst übertroffen und präsentiert ein wahres Spektakel, das man auf jedenfall gespielt haben muss. Die Entscheidung von Capcom ein Reboot zu der Serie zu machen und ein externes Studio zu beauftragen, war die richtige. Beim Spielen merkt man zudem, dass die Grafik, das Storytelling und die Charaktere mit viel Liebe zum Detail entwickelt worden sind. Fans der Serie und Skeptiker müssen hier zugreifen, da Sie die Reise in den Limbus nicht so schnell vergessen werden. Wenn das Jahr so weiter geht, erwarten uns großartige Titel. Auf jedenfall ist “DmC: Devil May Cry” der beste Teil der Serie. Good Job Ninja Theory!

DmC Devil May Cry Bewertung 9.0 Review: DmC Devil May Cry   Der neue Dante im Test

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