Assassin’s Creed III: Entwickler äußern sich zur Charakterwahl
Gegenüber dem Videospielemagazin Kotaku hat Alex Hutchinson, Creative Director von “Assassin’s Creed III”, einige Erklärungen zu Connor Ratohnhaké:ton, dem Helden des Spiels und den Entscheidungen, die zu ihm führten, abgegeben.
So wollte man einen vollkommen neuen und anderen Charakter schaffen. “Ezio ist ein sehr überzeichneter Charakter. [...] Er ist ein Frauenheld und Angeber. Wir wollten jetzt einen aufrichtigen und ernsten Charakter.” Connor ist ein amerikanischer Ureinwohner vom Volke der Mohawks und musste ansehen, wie sein Dorf zerstört wird. Von seinen Rachelüsten geplagt wendet er sich an die Assassinen, die sich dem Kampf gegen die Templer verschrieben haben. “Wir wussten schon früh, dass wir einen nativ-amerikanischen Helden wollen, da man so außerhalb des Konflikts steht. Wir wollten nicht, dass man ein Patriot ist. Wir wollten nicht, dass man ein Rotrock ist.”
“Es ist schwer, den richtigen Kerl zu finden, er ist kein Italiener und Teil eines robusten Landes”, so Hutchinson, “Connor ist Teil eines unterdrückten Volkes. Wir sind sehr feinfülig vorgegangen. Wir wollten historisch korrekt und ernsthaft im Umgang mit dem Thema sein. Der Schauspieler sollte auch einen passenden Hintergrund haben.” Auch die anfänglichen Sorgen, dass das Spiel zu Amerika-verherrlichend daherkommen würde winkt Hutchinson ab. “Das ist sowieso nicht was wir machen wollten und auch nicht die Geschichte, die wir erzählen wollen.”
Man will den Spielern das Gefühl vermitteln, dass man Teil einer entfernten, eigenen Gruppe ist, abseits von den Kriegsparteien. “Sie kämpften für die Patrioten, für die Rotröcke, für die Franzosen. Sie haben Land verkauft, weil sie es lustig fanden. Landbesitz war ein unbekanntes und sinnloses Konzept für sie. Sie haben die wahre Unterdrückung nicht gespürt, aber wurden trotzdem misshandelt.”
Auch zum Gedanken einer weiblichen Assassinin äußerte sich Hutchinson: “Es stand schon immer im Raum. Aber es passt nicht zu der Zeit. Die amerikanische Revolution ist eine Geschichte von Männern. Es passt einfach nicht, wenn man als Frau durch eine Männergruppe schleicht, es fühlt sich falsch an. Die Leute würden das nicht glauben.”
“Assassin’s Creed III” soll ab dem 31. Oktober alle Verkaufsrekorde der Reihe brechen.

