Preview – Call of Duty: Black Ops 2 – Der Krieg der Zukunft
Auf der diesjährigen Gamescom hatten wir auch die Möglichkeit, Treyarch’s actiongeladenen Shooter „Call of Duty: Black Ops 2“ anzuspielen. In unserem Preview schildern wir euch unsere Erfahrungen und Eindrücke, die wir beim Spielen des Titels gesammelt haben.

Unsere Zeit mit „Black Ops 2“ begannen wir in Köln mit einem Aufenthalt in einer riesigen Kiste, im der uns via Leinwand und Kopfhörer wichtige Informationen zu dem Spiel, der Produktion und den Neuerungen vermittelt wurden, darunter auch ein Crashkurs zum stark überarbeiteten „Create-A-Class“-Feature und den neuen Spielmodi. Zusätzlich hat uns Game Design Director David Vonderhaar in einer Vorführung hinter verschlossenen Türen den neuen Klassen-Editor im Detail erklärt.
Die wohl wichtigste Neuerung ist das neue „Pick 10“-System, welches für eine dynamischere Klassengestaltung sorgt. Vorher war es nur möglich, in jedem Bereich die dafür vorgesehenen Punkte zu nutzen – nur drei Perks, maximal zwei Waffenerweiterungen und so weiter. Das neue, dynamische System bietet aber die Möglichkeit, Punkte aus einem Bereich abzuziehen und anderswo einzusetzen – so kann man komplett auf eine Sekundärwaffe verzichten, um ein weiteres Perk in die Klasse einzubauen – dadurch kann man nun viel speziellere und fokussiertere Klassen erstellen, die mit dem vorherigen Konzept nicht möglich waren. Natürlich sind, dank des futuristischen Settings des Titels, auch viele neue Waffen dabei, darunter auch Fantasie-Upgrades gegenwärtiger Rüstungstechnologie.
Nachdem wir uns eine ordentliche Run-And-Gun-Klasse mit kompakten SMG gebastelt haben, beginnt die erste Spielrunde, in der wir einen „King oft the Hill“-Modus auf einer Map im verwüsteten urbanen Los Angeles spielen: Auf der Karte wird eine zufällige Zone ausgewählt, die die zwei konkurrierenden Teams einnehmen müssen. Das Team, das schneller vor Ort repräsentiert ist, erhält die Kontrolle über die Zone und kassiert Punkte. Das Gegnerteam muss nun versuchen, alle Spieler in diesem Bereich auszuschalten und die Kontrolle zu übernehmen. Nach einer gewissen Zeit verschwindet der „Hill“ wieder und eine neue Kontrollzone wird zufällig auserwählt – alles beginnt wieder von vorne. Angesichts des bereits aus „Call of Duty 4: Modern Warfare“ bekannten „Hauptquartier“-Modus ist das zwar keine Revolution, aber eine spaßige Änderung, die uns gefallen hat.

Gameplaytechnisch ist weiterhin das sehr dynamische und leichthändige „CoD“-Gefühl vorhanden, dass für den Erfolg der letzten paar Titel der Reihe sorgte. Trotzdem sorgen die neuen Waffen und Killstreaks für ein neues Spielgefühl, da diese sich stark von den „alten“ Modellen unterscheiden und deutlich mehr an Zubehör und Technik bieten. Nachdem wir ordentlich Kills gesammelt haben und das gegnerische Team gepeinigt haben, dürfen wir unter anderem eine der Predator-Rakete ähnelnde Streurakete aus dem Himmel abfeuern, um eine große Fläche und viele Gegner zu erledigen. Auch konnten wir einen mobilen Geschützturm aufstellen, der automatisch Feinde erledigt und in diesem Spielmodus besonders praktisch ist. Nachdem wir, mit Treyarch-Chef Mark Lamia an unserer Seite, das Gegnerteam vernichtend geschlagen haben, landen wir wieder in der Lobby und dürfen kurz unsere Klassen anpassen. Dann geht es weiter in ein Team-Deathmatch-Match.
Dieses Match ist aber kein „Team A gegen Team B“-Match – nein, Treyarch hat den Modus überholt und es möglich gemacht, eine variable Menge an Teams zu erstellen. So sind Matches mit mehreren Teams möglich, die sich alle gegenseitig bekämpfen. So müssen wir nicht nur auf unseren Rücken achten, da auch von Links und Rechts Feinde anstürmen. Dieses Match findet auf einer verwinkelten Canyon-Wüstenkarte statt, in deren Mitte ein zerbrochenes Flugzeug liegt. Diese Karte bietet viele Flanken und vertikale Kampfmöglichkeiten, man kann sich somit nie wirklich sicher fühlen.

Insgesamt hat uns „Call of Duty: Black Ops 2“ wirklich sehr gut gefallen. Wir waren skeptisch, da sich die letzten 2 Spiele der Reihe etwas auf der Stelle gedreht hatten und selten etwas Neues oder Überraschendes boten. Uns überzeugten jedoch die frische Optik, die überholten Mechanismen und Funktionen, die neuen Waffen und Gadgets, und die weiterhin sehr dynamisch und spannend gestalteten Matches.

