Facebook
Twitter
Feed

Medal of Honor: Warfighter – Entwicklerinterview zu Authenzität, Frostbite 2 und Multiplayer

Nachdem wir bereits gestern von einem anderen Interview zum Multiplayermodus von “Medal of Honor: Warfighter” berichtet hatten, gibt es schon heute ein weiteres Interview, auch dieses Mal mit Richard Farrelly, Senior Creative Director bei Entwickler Danger Close. Gegenüber ComputerAndVideoGames, kurz CVG, gab Farrelly Statements zu der Nutzung der von “Battlefield 3″-Entwickler DICE entworfenen Frostbite 2-Engine, dem intern entwickelten Multiplayermodus und dem Einfluss der Realität auf das Spiel. Das Interview ist bei der Anfang März in San Francisco gelegenen GDC entstanden.

Wie schon im 2010 erschienenen Vorgänger “Medal of Honor”, welcher gleichzeitig einen Reboot der Serie darstellte, liegt auch bei “Warfighter” der Fokus auf Realismus und Authenzität, welche den Titel auch von anderen Shootern abgrenzen sollen. Um diese Ziele zu erreichen, erhält Danger Close bei der Entwicklung Unterstützung von ehemaligen Sonderkommando-Soldaten und Fachberatern. “Das [Erreichen dieser Ziele] ist alles für uns. Es macht den Unterschied zwischen uns und anderen aus. Wir nehmen das sehr ernst. Ohne interessante Story und Atmosphäre, da sind wir nur eine schwebende Waffe in einer Welt. So sehen wir das zumindest. Wir legen sehr viel Wert darauf – es ist die Identität von ‘Medal of Honor’. Den Soldaten Respekt zollen und die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen.”

Auf die Frage, ob es nicht manchmal kompliziert ist, auch reale und sensible Konflikte ins Spiel einzubauen und ob es eine Grenze gäbe, bei der Entertainment zugunsten von Authenzität aufhört antwortete Farrelly: “Das Spiel ist erstrangig, wir machen keinen Simulator. Andere Spiele machen das, sogar ziemlich gut – wir wollen den Spielern aber eine fesselnde und authentische Erfahrung bieten und sie dazu bringen, sich als Teil der Truppe zu fühlen. Glücklicherweise sind viele der Tier 1-Berater auch Gamer und verstehen dadurch, was wir meinen. Oft kommt es zu Situationen wie ‘So brechen wir die Tür auf, das ist aber langweilig’. Sie verstehen das. Wir suchen Punkte, die das Spiel aufwerten, bei welchen die Community sagt ‘Die Jungs haben mit den richtigen Leuten gesprochen’. Es geht darum, wie die Soldaten ihre Waffen halten, wie sie miteinander reden, wie sie sich bewegen, wie sie einen Raum betreten – die kleinen Dinge eben.” Auch betonte er, dass dieser spezifische Fokus wichtig ist, um das Spiel von der “Battlefield” zu unterscheiden und man sich in dieser “Tier 1″-Nische sehr wohl fühlt, da man trotz Realismus “schmackhafte Schusswechsel” einbauen kann.

Nachdem im Vorgänger der Multiplayerpart von Digital Illusions CE, bekannter in der Kurzform DICE, entwickelt wurde, holte man bei “Medal of Honor: Warfighter” die Entwicklung ins eigene Haus. “Wir fanden es letztes Mal sehr schön und haben den Flair unserer zwei Studios sehr genossen, wollten dieses Mal aber eine einheitliche Vision ins Spiel bringen, mit einer Engine und einem Team.” Man ist sich sicher, dass man die zusätzliche Verantwortung tragen kann, da man sich seit dem Release von “Medal of Honor” 2010 sehr verbessert hat und man von externen Quellen wie auch DICE sehr viel gelernt hat. “Wir sind als Firma sehr gewachsen.”

In diesem Interview wurde erneut auf die verschiedenen Parteien und den Blue-On-Blue-Modus im Mehrspielermodus des Spiels hingewiesen, detailliertere Infos findet ihr in unserem gestrigen Beitrag.

Farrelly wurde auch nach der visuellen Präsentation und dem Umstieg auf die neue Engine, die von DICE gelieferte Frostbite 2-Engine. “Um ehrlich zu sein hatten wir unsere Probleme, auf die neue Technik umzusteigen. [...] Durch ein wenig harte Arbeit um die Neuheiten kennenzulernen haben wir es geschafft, dass sich das Spiel großartig anfühlt und auch so aussieht. Wir haben unseren eigenen Look, obwohl wir die gleiche Engine wie ‘Battlefield 3′ nutzen. Dieser ist intimer, trotzdem haben wir gemeinsame Features wie Micro-Destruction und die wunderbare Beleuchtung.”

Durch die enge Zusammenarbeit mit Entwickler DICE gab es gegenseitige Fortschritte und Profite, so Farrelly. “Wir sitzen alle im gleichen Boot. Wir wollen die Frostbite 2-Engine verbessern, sowohl an unserem Ende als auch an ihrem. Wie schon gesagt, wir arbeiten sehr eng zusammen und haben auch einige ehemalige DICE-Mitarbeiter bei uns sitzen.” Erfolgserwartungen, die vergleichbar sind zu “Battlefield 3″ hat man bei für “Medal of Honor: Warfighter” aber nicht. “Wir sind eher langfristig auf Erfolg aus. 2010 haben wir die serieninternen Rekorde gebrochen und 6 Millionen Einheiten vertrieben, was weit über alte Zahlen der Reihe hinausgeht. Darauf wollen wir aufbauen – wir wollen dieses Mal mehr machen, nächstes Mal wieder mehr, genau wie es die ‘Battlefield’-Reihe seit ’1942′ macht.

 

“Medal of Honor: Warfighter” soll ab dem 25. Oktober 2012 in Deutschland verfügbar sein – dann kann man selbst testen, in wie gut die Entwickler ihre Versprechen gehalten haben.

medal of honor warfighter logo alternativ Medal of Honor: Warfighter   Entwicklerinterview zu Authenzität, Frostbite 2 und Multiplayer

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>