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Review: Resident Evil Revelations im Test – Der Horror ist zurück

Survival-Horror Spiele sind mittlerweile sehr rar geworden, obwohl stets “Resident Evil” und “Silent Hill”-Ableger im Handel erscheinen. Durch die Neuausrichtung des Genre zu immer actionlastigeren Spielen verliert der Grusel-Faktor leider immer mehr an Bedeutung. Doch wie sieht es mit “Resident Evil: Revelations” aus? Back to the Basics oder konnte uns nur die grafische Präsentation das Gruseln lehren? Das und viel mehr erfahrt ihr in unserem ausführlichen “Resident Evil: Revelations Test”.

Resident Evil Revelations Banner Review: Resident Evil Revelations im Test   Der Horror ist zurück

Einzelspieler & Story:

In “Resident Evil: Revelations” befinden wir uns zeitlich zwischen dem PS2-Titel “Resident Evil 4″ und “Resident Evil 5″ der jetzigen Konsolengeneration. Wir übernehmen die Rolle von Jill Valentine und Chris Redfield. Den Anfang übernehmen wir als Jill mit unserem neuen Kameraden Parker Luciani, während Jessica Sherawat Chris zur Seite steht. Die Story von “Resident Evil: Revelations” beginnt damit, dass die Wasser-Stadt Terragrigia von einem Terror-Anschlag der Terrororganisation Veltro zerstört und die Bevölkerung vom T-Abyss-Virus heimgesucht wird. Nach dem Attentat liegt die Stadt in Schutt und Asche und wird von der Regierung systematisch vom Festland abgeriegelt, um den Virus kontrollieren zu können.

Doch direkt am Anfang merkt man schnell, dass sich mutierte Wesen am Strand aufhalten, die wir untersuchen müssen. Während der Untersuchung bekommen wir einen Anruf, bei dem wir mitgeteilt bekommen, dass Chris und seine Begleiterin verschollen sind und der Kontakt zu Ihnen verloren gegangen ist. Die Bioterrorism Security Assessment Alliance, kurz BSAA, steht nun vor der Aufgabe nicht nur den Virus aufzuhalten, sondern auch das eigene Leben der Freunde zu retten. Nachdem der letzte Aufenthaltsort von Chris bestimmt wurde, stellt sich schnell heraus, dass dieser sich auf einem riesigen Schiff befindet – der Queen Zenobia. Oder doch nicht? Hier beginnt nun unser Abenteuer, bei dem wir versuchen uns einen Weg durch die engen Gänge des Schiffes zu bahnen, um die Geheimnisse rund um den T-Virus aufzudecken.

“Resident Evil: Revelations” ist in Episoden aufgeteilt, die auch teilweise mit Cliffhangern versehen wurden. Zudem gibt es eine verbesserte Variante des Raubzugmodus, der besonders mit anderen Leuten jede Menge Spaß bringt. Die Story von “Resident Evil: Revelations” wurde gut umgesetzt und wirkt in sich sehr stimmig.

Gameplay:

Das Gameplay, das wir bereits aus “Resident Evil 4″ kennen, funktionierte in unserem Test sehr gut und lief stets flüssig von der Hand. Selbst in brenzlichen Situationen verliert man nicht die Übersicht und kann Dank der schnellen Drehmöglichkeit seinen Kopf schnell aus der Schlinge ziehen. Das einzige was hier in unseren Augen etwas gefehlt hat, ist eine Seitwärtsrolle.

Was wäre ein “Resident Evil” ohne Waffen? Genau, das wäre vergleichbar mit einem Rennspiel ohne Autos. Aus diesem Grund stehen uns jede Menge Knarren zur Verfügung, die wir gegen die Zombies einsetzen können. Neben den Standard-Waffen wie Pistolen gibt es auch Schrotflinten und Maschinengewehre und andere zu entdecken. In “Resident Evil: Revelations” könnt ihr sogar die gefundenen Waffen mit verschiedenen Spezial-Gegenständen verbessern. Hier braucht man lediglich eine Waffenkiste zu öffnen, die im gesamten Spiel vorkommen. Mit diesem Zusatz wird so die Feuerkraft, Feuergeschwindigkeit und Magazinkapazität erhöht, um noch besser gegen die BOWs kämpfen zu können. Es ist auf jedenfall eine nette Dreingabe und macht Spaß seine Waffen ein wenig anzupassen.

Falls es dennoch mal vorkommen sollte, dass man von einem Gegner getroffen wird, kann man ein grünes Kraut oder eine Pille einwerfen, sodass man die volle Energie zurückerlangt. Auch gibt es einige Granaten, die mehrere Gegner gleichzeitig in das Jenseits schicken können. Neben Hand- und Feuergranaten, gibt es auch eine Mine, die einen Ton abgibt und die Gegner anlockt. Nach ein paar Sekunden gehen diese Art von Granaten hoch und verursachen viel Schaden.

In “Resident Evil: Revelations” gibt es auch einige wenige Rätsel, die ihr lösen müsst, um weiter im Spiel voranzuschreiten. Diese sind gut durchdacht und machen Spaß, da auch einige optionale Dinge entdeckt werden können. Leider gibt es jedoch nicht sonderlich viele. So müssen wir beispielsweise, um einen zugeschlossenen Raum zu verlassen, einen Schraubenzieher finden, um eine Sicherung zu öffen. Die Sicherung einmal geöffnet, müssen wir ein kleines Rätsel lösen, bei dem vier Sicherungen an die richtige Position geschoben werden müssen – dies wiederholt sich im Laufe der Story mit steigender Schwierigkeit.

Die Gegner im Spiel sind BOWs. Leichte Veränderungen sind bei jedem Gegner zu erkennen und machen einiges her. Die künstliche Intelligenz der Gegner ist an manchen Stellen im Spiel nicht sonderlich gut programmiert, da diese manchmal planlos und dumm agieren. Das hätte man auf jedenfall beheben können, da die Fehler bestimmt auch in der 3DS-Fassung bestanden.

Grafik & Sound:

Die grafische Präsentation ist Capcom im Großen und Ganzen gut gelungen, wobei hier und da natürlich einige Texturen wahrscheinlich direkt aus der 3DS-Fassung übernommen wurden, wenn man sich den Strand in der ersten Episode anguckt. Das Schiff hingegen besticht durch relativ scharfe Texturen und nette Licht- und Schatten-Effekte. Die Stimmung ist hier jedoch der bedeutende Punkt. Durch die engen Gänge und der dunklen und gruseligen Atmosphäre kommen hier besonders nachts im Dunkeln Angst-Momente auf. Wäre die Grafik noch ein kleines bisschen besser, wäre es der beste Resident Evil-Ableger auf der PS3 in Bezug auf das klassische Resident Evil-Erlebnis.

Punkten konnte “Resident Evil: Revelations” bei uns auf jedenfall vom Setting beziehungsweise der unterschiedlichen Bereiche. Auch wenn wir uns die meiste Zeit des Spiels auf der Queen Zenobia befinden, sind die Gebiete sehr facettenreich. Zum einen befinden wir uns auf dem Ober-Deck, dem Unter-Deck, Maschinenraum, der Brücke und sogar in einem hauseigenen Casino und Restaurant – sehr cool. Aber auch abseits des Riesendampfers können wir dem Ursprung des T-Virus auf den Grund gehen.

Der Sound im Spiel ist stets stimmig und passt sich den jeweiligen Situationen an. Die Synchronsprecher können sich hören lassen und verbessern somit das Spielgefühl, wenn man “Resident Evil: Revelations” in deutsch spielen will. Die englische Sprachausgabe ist noch ein bisschen besser, für diejenigen unter euch, die der englischen Sprache mächtig sind und lieber in der Originalvertonung spielen möchten. Die Soundeffekte im Spiel vom Schießen und der Gegner wurde durchschnittlich umgesetzt.

Fazit & Bewertung:

Capcom bringt den klassischen Flair zurück auf die Konsolen und lässt den Spieler schaudern, auch wenn es teilweise nervige Baller-Sequenzen gibt, die den Gesamteindruck etwas trüben. Über die durchschnittliche Grafik kann man in diesem Zusammenhang sicherlich hinweg schauen und die Horror-Momente genießen, auch wenn “Resident Evil 6″ natürlich besser ausgesehen hat. An einigen Stellen kann man teilweise Texturen der 3DS-Version erkennen, wobei Capcom die Portierung im Großen und Ganzen gut umgesetzt hat. Die Atmosphäre und einige Szenen konnten uns zudem schnell in den Bann ziehen und haben uns begeistert. “Resident Evil”-Fans der ersten Stunde sollten unbedingt einen Blick wagen, da hier der Gruselfaktor teilweise wieder zurückgekehrt ist. Capcom, bitte mehr davon!

Resident Evil Revelations Review Bewertung 8.5 Review: Resident Evil Revelations im Test   Der Horror ist zurück

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