Facebook
Twitter
Feed

Review: Remember Me – Atmosphärischer Sci-Fi-Thriller im Test

Kurz nach dem offiziellen Release können wir euch nun unseren Remember Me Test präsentieren. Konnte der erste Titel von Dontnod Entertainment und Publisher Capcom überzeugen und könnnen wir uns noch an den Titel erinnern oder haben wir unsere Erinnerungen verloren? Das und viel mehr erfahrt ihr in unserem Remember Me Test.

Remember Me Banner Review: Remember Me   Atmosphärischer Sci Fi Thriller im Test

Singleplayer & Story:

In Remember Me befinden wir uns im Jahr 2084 und übernehmen die Rolle der Gedächtnis-Jägerin Nilin. In Neo-Paris ist es mittlerweile zur Gewohnheit geworden Erinnerungen und das Gedächtnis zu digitalisieren und damit Handel zu treiben. Bei einigen wenigen Personen ist durch die bahnbrechende Technologie der Wohlstand ausgebrochen, während andere Menschen in Slums und heruntergekommenden Vierteln hausen müssen.

Unser Abenteuer mit Nilin beginnt im La Bastille Gefängnis, in dem wir aufgrund einiger Verbrechen festgehalten werden. Wir erwachen und werden von einem Wärter gefragt, wie unser Name ist und welches Jahr wir haben. Nilin kann die Fragen beantworten und muss erneut in eine Vorrichtung, in der das Gedächtnis extrahiert und auf riesigen Festplatten gespeichert wird. Hintergrundinfo: Die Verantwortlichen des Gefängnis haben sich dazu entschlossen allen Gefängnis-Insassen das Gedächtnis zu rauben, sodass diese keinen Grund haben zu flüchten und sich nicht mehr an die Vergangenheit erinnern können.

Als wir uns in der Schlange zur Extraktion aufgestellt haben, spricht eine geheimnissvolle Stimme zu uns, die uns hilft aus dem Gefängnis zu flüchten. Nun beginnt also unsere Reise, in der wir die verschiedenen Orte und Bezirke von Neo-Paris erkunden dürfen. Durch die Slums 404 oder aber auch durch wohlhabende Bezirke müssen wir versuchen unsere Erinnerungen zurück zu erlangen. Unser erster Halt führt uns zur Bar Leaking Brain, in der wir mit Kopfweh-Tommy sprechen sollen. Können wir unser Gedächtnis zurückerlangen?

Die Story von Remember Me finden wir sehr erfrischend und sehr stimmig. Es macht richtig Spaß das neue Setting und die Welt in der Zukunft zu erkunden. Die Idee, dass das Gedächtnis gespeichert werden kann, finden wir überaus gelungen und sehr spannend. Zudem wird die Idee Spielraum für weitere Ableger bieten.

Gameplay:

Nilin die Power-Frau aus der Zukunft hat die einzigartige Fähigkeit die Erinnerungen der Menschen einzusehen und zudem sogar zu verändern. Im Grunde genommen lässt sich die Protagonistin relativ gut steuern, doch ist es desöfteren vorgekommen, dass Nilin an falsche Punkte in den Kletterpassagen gesprungen ist. Die Kämpfe und ganz besonders die Kombos gehen jedoch spielend leicht von der Hand.

Nilin hat, wie wir bereits wissen, ihr Gedächtnis und zudem auch die Kampfschritte verloren, die sie einst beherrschte. Die vergessenen Kampfschritte werden im Verlauf der Story hinzugefügt und werden so wieder erlernt. Diese nennen sich Impressons, wobei es hier einige Unterschiede gibt. Es gibt nicht nur Moves die Schaden austeilen, sondern auch sogeannte Regeneration-Impressons, die eure Gesundheit bei erfolgreicher Durchführung wieder aufladen. Um neue Imressons freizuschalten, müsst ihr eine PMP-Schwelle erreichen, um neue Attacken freizuschalten. Dies ist vergleichbar mit einem Erfahrungsbalken, der im Hintergrund läuft und sich langsam füllt. PMP sind die Erfahrungspunkte in Remember Me, die Nihil beim Kämpfen erhält.

Habt ihr einen Gegner ordentlich bearbeitet kann Nilin Vernichtungsschläge ausüben, bei denen die Gegner überlasten und direkt zu Boden gehen. Auch gibt es Spezial-Attacken, bei denen ihr unter anderem eine Sensen-Raserei ausführen könnt, bei der die Protagonistin von Gegner zu Gegner gleitet und so verherende Schläge austeilt. Je länger die Kombo anhält desto stärker werden die Schläge. Besonders cool ist auch das Platzieren einer Bombe im Körper eines Gegners, die alle Feinde in der Umgebung zum Fall bringt.

Wenn ihr denkt, dass das schon alles war, habt ihr euch ordentlich geschnitten, denn es gibt viele weitere Attacken und Combos, die ihr euch sogar selber im Combo-Lab erstellen könnt. Mit dem sogenannten Spammer könnt ihr eure Gegner sogar beschießen und Türen oder Schalter umlegen. Remini-Szenen könnt ihr dafür nutzen, um Ziele durch die Gedanken anderer Personen zu erreichen. Diese sind virtuelle Projektionen, die aus Erinnerungen stammen und in die reale Welt projeziert werden können. So hilft uns beispeilsweise eine dieser Szenen, eine Wohnung zu finden, in der sich eines unserer Ziele aufhält.

Das beste jedoch ist das Remixen von Erinnerungen, bei denen wir eine bereits geschehene Erinnerung einer Person wiedererleben und diese sogar verändern können. Wir hacken uns in das Gedächtnis und sehen eine Szene, in der wir vor- und zurückspulen können, um Dinge zu verändern. So kann man beispielsweise das Mittel einer Injektion ändern oder aber auch Gegenstände verschieben. Diese sind sehr gut gemacht, doch hätten wir uns weitere solcher Aktionen gewünscht.

Die Gegner im Spiel heißen teilweise Leaper, welche der Schatten der Schande im Spiel sind und in den Slums hausen. Es gibt jedoch nicht nur Leaper als Gegner, sondern auch stärkere Gegner wie der Reißer, der viel stärker ist, wenn andere Leaper in der Nähe sind, da dieser die Erinnerungen benutzt. Enforcer sind Soldaten und eine Privatpolizei. Zusätzlich gibt es Leaper, die unsichtbar sind und nur im Licht sichtbar werden. Dadurch ergeben sich Gameplay-Momente, in denen ihr sehr taktisch vorgehen müsst.

Grafik & Sound:

Grafisch ist Remember Me eine wahre Augenweide, auch wenn es natürlich nicht perfekt ist. Die Gesichtsanimationen hätten ein bisschen besser sein können, da die Gefühle von Nilin nicht sonderlich gut zur Geltung kommen. Dennoch – Dontnod Entertainment hat hier ein cooles Zukunftssetting geschaffen, welches zum Erkunden einlädt. Die einzelnen Bereiche wie die Slums aber auch die unterschiedlichen Charaktere wurden gut umgesetzt. Die Welt wirkt in sich sehr stimmig und sieht teilweise atemberaubend aus. Es gibt Szenen in denen wir unter anderem in der Kanalisation, in Armutsvierteln aber auch auf den Dächern der Stadt unterwegs sind.

“Blöde Hirnjunkies” oder “Komm, gebe mir den letzten Schuss… Ich brauche positive Erinnerungen” sind nur einige Gespräche, die man am Rande der Story von den NPCs mitbekommt. Die Welt wirkt dadurch sehr lebendig, da auch an jeder Ecke Roboter umher laufen und ihrer Tätigkeit nachkommen. Sehr gut und einfallsreich ist nicht nur die Story an sich, sondern auch die kleinen Begegbenheiten, die man im Spiel mitbekommt. So gibt es anscheinend in Remember Me keine echten Drogen mehr, die in der heutigen Zeit vorkommen. In Remember Me ist die Zeit so weit vorangeschritten, dass die Personen sich positive Erinnerungen kaufen, um Glücksgefühle zu bekommen. Das ist die Droge im Jahr 2084 in Neo-Paris.

Der Sound und die Synchronsprecher können sich hören lassen und wurde gut umgesetzt, doch was in der heutigen Zeit gar nicht mehr geht, ist die wirklich sehr starke asynchrone Synchronisation. Es kommt sogar teilweise vor, dass gesprochen wird, aber sich die Münder der Charaktere nicht bewegen. Das ist sehr schade, da wir dadurch einen halben Punkt abziehen mussten. Das stört dem allgemeinen Eindruck ungemein. Sehr schade.

Fazit & Bewertung:

Remember Me ist auf ganzer Hinsicht sehr gulungen und es macht richtig Spaß die Welt in der Zukunft mit Nilin zu erkunden. Die Grafik ist atemberaubend und durch die vielen Datails und schönen Texturen besser als viele andere Titel. Es gibt einige coole Bosskämpfe mit actionreichen Quick-Time-Events, unterschiedliche Gegner und Erinnerungen, die ihr sogar remixen könnt, um diese zu verändern. Das Erstellen der Kombos und die Attacken an sich gehen flüssig von der Hand und lassen sich gut steuern. Ein großer Kritikpunkt ist jedoch die Synchronisation, die heutzutage so nicht mehr vorkommen darf. Die Lippen der Charaktere bewegen sich teilweise, obwohl nichts gesprochen wird. Sehr schade, da dies eine höhere Wertung verhindert hat. Im Großen und Ganzen empfehlen wir euch dennoch Remember Me zu spielen, da der Titel Frische bringt und nicht langweilig wird. Absolute Kaufempfehlung für Action-Adventure-Fans.

Remember Me Review Bewertung 8.5 Review: Remember Me   Atmosphärischer Sci Fi Thriller im Test

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>