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Review: Pro Evolution Soccer 2014 – PES 2014 im Test

Abstoß, Pass, Flanke, Schuss und Tor. Endlich ist es soweit. Ein neuer Ableger von der Fußballsimulation Pro Evolution Soccer aus dem Hause Konami ist da und bietet einige neue Features. Doch nun stellt sich die all-jährliche Frage? Kann der neue Fußball-Titel Pro Evolution Soccer 2014 mit seinem langjährigen Konkurrenten FIFA mithalten oder sogar in diesem Jahr in seine Schranken weisen? Diese und viele andere Fragen beantworten wir euch nun in unserem ausführlichen Pro Evolution Soccer 2014 Test.

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Single- und Multiplayer:

Der neue Fußball-Ableger Pro Evolution Soccer 2014 bietet den Spielern wieder einige neue Features, Modi und eine komplett neue Grafik-Engine. Zum Beginn möchten wir auf die unterschiedlichen Modi eingehen. Neben den bekannten Spielmodi Freundschaftsspiel, welches ihr gegen den Computer oder gegen einen Freund spielen könnt, dürft ihr euer Können auch wieder im UEFA Champions League-Modus, dem neuen UEFA Europa League-Modus, der Copa Libertadores, der AFC Champions League, einem Ranglistenmatch oder in einer Freien Match Lobby unter Beweis stellen. Hierfür hat sich Konami die unterschiedlichen Lizenzen gesichert, um den Spielern ein sehr realistisches Erscheinungsbild zu bieten. Aber bei der Mannschaftsauswahl fällt einem natürlich auf dem ersten Blick schnell auf, dass wie schon in den vergangenen Jahren keine deutsche Bundesliga aufzufinden ist. Lediglich drei deutsche Teams sind enthalten. Hierzu zählen unter anderem der Tripple-Sieger FC Bayern München, Bayer Leverkusen und Schalke 04. Für Fans anderer internationaler Vereine sind natürlich auch der FC Barcelona, Real Madrid, Ac Mailand, Juventus Turin, Paris Saint Germain, Manchester United und viele mehr zur Auswahl vertreten. Auf eine zweite Liga der jeweiligen Ligen hat man wie gewohnt total verzichtet.

Neben den angesprochenen Modi, stehen euch natürlich noch die beliebte Master Liga offline, sowie online und Become a Legend-Modus zur Verfügung. Hierbei wird wie gewohnt mit einem zusammengestellten Team versucht an die Spitze der Liga zu gelangen oder mit einem einzelnen erstellten Fußballer versuchen die Meisterschaft, den Pokal und die UEFA Europa League zu gewinnen, um zu einer Legende zu werden. Endlich ist auch wieder ein sehr unterhaltsames und informatives Training enthalten. Hierbei darf man sich entweder den unterschiedlichen Aufgaben wie tödlicher Pass, genaue Flanke und Schuss stellen oder begibt sich in das freie Training, wo man wie gewohnt Schüsse, Pässe, Flanken, Ecken, Tricks, Freistöße und Elfmeter trainieren kann. Eine gute Möglichkeit, um den Titel besser kennenzulernen.

Wer natürlich andere Trikots, Embleme oder Spieler dem Spiel hinzufügen möchte, darf sich in den umfangreichen Bearbeitungs-Modus stürzen und seinen Ideen freien Lauf lassen. Hierbei lässt sich unter anderem in Handumdrehen der Name London FC mit einem Klick zu Chelsea FC umbenennen. Hierbei können schonmal einige Stunden ohne einmal den Fuß auf den Rasen gestellt zu haben vergehen, bis man alles nach seinen Wünschen bearbeitet hat. Hierzu müssen wir sagen, dass der Editor einfach sensationell ist und eine Menge Spaß bringt. Hierbei ist es unter anderem auch möglich, die deutsche Bundesliga getreu einzufügen – wir wünschen euch viel Spaß beim Editieren.

Der Online-Part des Spiels ist wie gewohnt in Lobbys aus verschiedenen Ländern aufgeteilt und man findet sich hierbei schnell zurecht und bekommt auch recht schnell einen Gegner für eine Partie. Ob Ranglisten- oder Freundschaftsspiel, beide liefen sehr angenehm über den Bildschirm. Ruckler wärend dem Online-Matches konnten wir nicht feststellen. Unter anderem finden auch wieder wöchentliche Turniere statt, bei welchen man zeigen kann, ob man nun auch gegen andere Spieler den Pokal nach Hause holt.

Gameplay:

Nicht nur die vielen verfügbaren Spielmodi geben dem Spiel seinen gewissen Touch, sondern auch die vielen neuen Features, welche aus sechs Elementen bestehen. Beginnen wir mit TrueBall, wobei sich alles um den Ball dreht. Hierbei geht man auf die Bewegungen ein, welche der Ball bei Abprallern jeglicher Art verhält und der Spieler mit ihm umgeht. Sehr beeindruckend ist hierbei die detaillierte Barycenter-Physik, welche die Gewichtsverlagerung des Spielers und die Geschwindigkeit eines Passes bestimmt. Sehr interessant ist hierbei, dass sich der Spieler automatisch zum Ball verlagert, um diesen zu erreichen. Bei verschiedenen Zweikämpfen tritt dann das Motion Animation Stability System in Kraft, welches unterschiedliche Komponente der Körperkontakte simuliert. Beeinflussend ist hierbei auch der Winkel, aus welchem man einen Spieler foult, denn umso härter man einen Spieler trifft, desto aggressiver ist auch die Reaktion. Die Stärken und Schwächen liegen bei den Spielern selbst. Bekanntlich ist ein Zlatan Ibrahimovic mit seiner Statur viel stämmiger als ein Lionel Messi.

Das Herz-Feature geht in die Emotionen der Spieler ein und gibt diese auch wieder. So ist man natürlich etwas Unterlegen, wenn man bei einer anderen Mannschaft zu Gast ist und die Hilfe der Fans fehlt. Das Feature wirkt sich nicht nur auf den einzelnen Spieler, sondern auch auf die komplette Mannschaft aus. Ein wirklich realistischer Punkt, denn mit solchen emotionalen Momenten gewinnt oder verliert man ein Fußballspiel. Das bereits bei Pro Evolution Soccer 2013 angewandte PES-ID System hat auch bei Pro Evolution Soccer 2014 seinen Platz gefunden und bietet euch wieder den Realismus der einzelnen Spieler. Hierbei dreht sich alles um die originalgetreuen Bewegungen der einzelnen Spieler wie Christiano Ronaldo, Franck Ribéry, Zlatan Ibrahimovic, Wayne Rooney oder Lionel Messi. Sozusagen erstellte das Entwicklerteam von Konami ein Abbild des Spielers, dass auch erneut wirklich gut integriert und umgesetzt wurde. Der Ball trägt sich bei Pro Evolution Soccer 2014 natürlich nicht von alleine ins gegnerische Tor und genau deshalb gibt es auch das Team Play-Feature, welches eure Mitspieler zu neuen Laufwegen verleitet und die entscheidenden Lücken zum Durchkommen sucht, um unberechenbare Spielzüge zu erschaffen. Habt ihr einige gute Pässe gespielt und drängt zu einem Tor, schaltet sich auch das Geniale The Core-Feature ein, was die Zuschauer zu Fangesängen verleitet. Spielt ihr unter anderem mit dem FC Bayern, könnt ihr “Hey,Hey, Superbayern, Superbayern, Hey und Bayern” von einer zur anderen Ecke der Allianz Arena rufen hören – eine richtig gute Stimmung erwartet euch.

Nun haben wir das Spiel einige Stunden intensiv gespielt und konnten alle erwähnten Features mit dem eigenen Auge beobachten und mussten feststellen, dass man ein wirklich gutes Komplettpaket erschaffen hat, das wunderbar zu Pro Evolution Soccer 2014 passt. Die Steuerung ist wie gewohnt geblieben und lässt einen auch wie bei den Vorgängern ohne Probleme einsteigen. Anfänger sollten jedoch das bereits angesprochene Training nutzen, da hierbei alle Techniken ausprobiert und in einem Video vorgestellt werden.

Grafik und Sound:

Es ist bei Pro Evolution Soccer 2014 nicht zu übersehen, dass man eine neue Grafik-Engine benutzt. Hierbei handelt es sich um die bereits durch den kommenden Titel Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain in den Vordergrund gerückte Fox Engine, welche bei dem neuen Fußballspiel einen guten Eindruck hinterlässt. Vergleichen lässt sich diese mit keinem der bereits veröffentlichten Vorgängerspielen. Mit dem ersten Blick in die Stadien fällt einem sofort auf, dass sich hier einiges getan hat. Ob die Spieler, die Fans oder der Rasen, bei Pro Evolution Soccer 2014 sieht wirklich alles gut aus. Etwas schwach finden wir jedoch, dass zwar Schnee enthalten ist, aber man die Wetteroption Regen komplett entfernt hat. Zwar nicht störend, dennoch ist es etwas realistischer, wenn es auch einmal regnet. Ansonsten läuft der Titel relativ gut, dennoch haben sich einige Framerate-Einbrüche eingeschlichen, welche hoffentlich behoben werden. Unter anderem haben wir erkannt, dass fast bei jedem Tor-Schuss ein Einbruch stattfindet und das Spiel für eine kurze, aber trotzdem auffällige Zeit zum stocken kommt. Im Großen und Ganzen kann man wirklich nicht meckern, denn hier hat sich das Entwickler-Team eine Menge Mühe gegeben.

Soundtechnisch wird man bei Pro Evolution Soccer 2014 von Samba-Tracks wie Dario G – Carnaval De Paris und Elbicho – Guajira Guantanamera begleitet. Weiterhin hören sich die neuen Fangesänge wunderbar an und die Kommentatoren Wolff-Christoph Fuss und Hansi Küpper haben bei ihren Sprachaufnahmen wieder einen tollen Job vollbracht und geben den Spiel seinen Wiedererkennungswert.

Fazit und Bewertung:

Im Großen und Ganzen ist Pro Evolution Soccer 2014 ein fantastisches Fußballspiel, wenn nicht kleinere Fehler bei der Framerate, zu wenig Stadien, keine Bundesliga und das fehlende Regenwetter wären. Der Titel glänzt jedoch bei den Punkten Grafik, Gameplay und Sound, denn es lässt sich wirklich gut spielen, die Spieler und die Bewegungen sehen gut aus und es beinhaltet eine gute Soundkulisse. Auf jedenfall kann bei dem Titel zugegriffen werden, denn der Spielspaß steht hierbei natürlich auch im Vordergrund und dieser ist auch enthalten.

 Review: Pro Evolution Soccer 2014   PES 2014 im Test

getestet von Marco Berberich

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