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Review: Payday 2 im Test – Das Comeback der Maskenmänner

Nachdem im Oktober 2011 der PlayStation Network Shooter Payday: The Heist veröffentlicht wurde, hat sich der Publisher 505 Games und die Entwicklerteams von Overkill Software und Starbreeze dazu entschieden einen Nachfolger auf den Markt zu bringen. Im Vorfeld kündigte man an, dass Payday 2 größer, detaillierter und umfangreicher werden soll. Jetzt haben wir den neuen Titel Payday 2 in unseren Händen und werden euch nun berichten, ob sich wirklich was bei der Retail-Version getan hat oder die Clownsmasken weiterhin in ihren Truhen liegen bleiben sollten. Alle weiteren Informationen könnt ihr nun unserem ausführlichen Payday 2 Test entnehmen.

payday 2 logo Review: Payday 2 im Test   Das Comeback der Maskenmänner

Single- und Multiplayer:

Auch wenn der der erste Teil Payday: The Heist bereits mit seinem räuberischen Setting sehr unterhaltsam war, musste man jedoch über einige Ecken und Kanten hinwegsehen. Mit Payday 2 möchte man nun einiges ändern und verbessern. Schon zum Beginn des Spiels betreten wir das neu ins Spiel integrierte Safehouse, welches im Vergleich zum Vorgänger nicht vorhanden war. Das Safehouse ist als Trainingscenter anzusehen, wobei man sich auf die bevorstehenden Jobs vorbereiten kann. Neben dem Testen der eigenen Waffen am vorgesehenen Schießstand, kann man auch die Bohrer zum aufbrechen an den Türen anbringen, Sprengstoff scharf machen oder den Dietrich rausholen, um die Schlösser zu knacken.

Wie schon angesprochen, könnt ihr euch im Safehouse ausgiebig vorbereiten, dennoch stellt sich die Frage, ob sich nicht auch die Maske wechseln lässt. Euch steht in Payday 2 eine große Maskenwand zur Verfügung, auf welcher euch neben den verfügbaren Masken auch noch leere Sockel für freispielbare Masken bereitstehen. Sieht man sich im Safehouse noch etwas um, können auch Pläne der Stadt Washington D.C. entnommen werden, welche man für die unterschiedlichen Jobs benötigt, die in der ganzen Stadt quer verteilt sind.

Das Entwicklerteam von Overkill hat sich wirklich Mühe gegeben, um mit dem zweiten Teil einen guten Nachfolger zu erschaffen. Jeder Spieler, der sich den Titel Payday 2 kaufen möchte, sollte sich dennoch im Klaren sein, dass er bei dem Titel kein Singleplayer-Erlebnis sichten wird, da dieser ein kompletter Koop-Shooter ist und erst mit mehreren Freunden richtig viel Spaß macht, wenn man zusammen einen Juwelier, eine Bank, verschiedene Geschäfte oder einen Transporter ausrauben muss.

Wenn man den Räuber-Shooter online spielen möchte, muss man sich in das sogenannte Crime.Net begeben, welches euch mit anderen Clowns der Szene verbindet. Nicht nur mit Freunden, sondern auch mit anderen Spielern aus dem PlayStation Network kann man sich auf einen Beutezug begeben, er auch für einen tollen Spaß sorgen kann. Mit bekannten Spielern kann man sich natürlich besser unterhalten und das Angehen der Jobs besser besprechen. Nichtsdestotrotz sollte man dies nicht als allzu großen Nachteil betrachten, da man im Großen und Ganzen weiß, was man bei dem gewählten Job zu tun hat – Zusammenspiel ist bei Payday 2 dennoch der wichtigste Punkt.

Gameplay:

Spielerisch werden sich alle Spieler des ersten Teils Payday: The Heist auch bei Payday 2 wohlfühlen, denn Änderungen hat es eigentlich keine gegeben, außer das man nun ein tolles Waffenarsenal und verschiedene Ausrüstungsgegenstände zur Auswahl hat und freigespielt werden können. Das funktioniert bei Payday 2 mit dem sogenannten Lootdrop-System, bei dem ihr drei Karten vor euch liegen habt und eine davon ziehen dürft. Hierbei warten dann einige neue Waffen, Masken-Teile und auch Geld auf euch. Sollte man aber etwas bestimmtes haben wollen, könnte diese Prozedur schon etwas ärgerlich sein, da es den Spieler zwar zum Spielen anfeuert, dennoch bei der Geschwindigkeit des Fortschritts etwas ausbremst.

Der Koop-Shooter lässt sich wirklich gut steuern und gibt dem Spieler das Gefühl, den jeweiligen Job selbst zu bestimmen. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten an sein Ziel zu kommen. Betrachten wir beispielsweise einen Bankraub. Hierbei könnt ihr zum Vordereingang eintreten und die Zivilisten mit dem Spruch ‘Everybody Down’ ansprechen, sodass sich diese auf den Boden legen oder ihr benutzt eines der Fenster hinter dem Gebäude und geht direkt auf Konfrontations-Kurs mit den Beamten. Ihr habt viele Möglichkeiten, doch wenn der Alarm ausgelöst wird und die Polizei angefahren kommt, wird einem das Lachen schnell vergehen, da diese erst mit normalen-, gepanzerten-Einheiten und schließlich mit der SWAT-Truppe anrücken, um euch zu bekämpfen. Das sind unter anderem die Situationen, die jeder Spieler lieben wird, denn wenn das Gesetz damit beginnt euch zu bekämpfen, denn dann geht der Spaß erst richtig los. Neben dem Anrücken der Einheiten, müsst ihr nebenbei immer noch den Bohrer erneut aktivieren, das Geld oder die Juwelen einsammeln und in Säcke unterbringen und letztendlich noch zum Fluchtpunkt gelangen.

Der Spaß am Spiel bleibt aber auch erhalten, wenn ihr euch nicht in einer der verfügbaren Missionen befindet, sondern damit beschäftigt seid, für eure Crew die Ausrüstung zusammenzustellen oder die bereitstehenden und freigespielten Skill-Punkte auf eine der vier Spezialisierungen zu verteilen. Diese nennen sich Mastermind, mit welcher man unter anderem eine Arzttasche platzieren kann, um die Gesundheit zu regenerieren. Der Vollstrecker hingegen bietet euch eine Tasche mit Munition, welche für einen weiteren Kugelhagel gegen das Gesetz optimal platziert werden kann. Da wäre noch der Techniker, der es euch ermöglicht eine Stolpermine zu legen, welche sowohl für die Sprengung eines Tresors oder zur Verteidigung gegen das Gesetz hilfreich sein kann. Der Geist ist die letzte Spezialisierung, mit welcher ihr unter anderem einen ECM-Störsender anbringen könnt, um die Kameras, Handys und weitere Geräte lahmlegen zu können. Mit dem Einsatz der Skill-Punkte schaltet man nach und nach weitere Fähigkeiten bei den vier Spezialisierungen frei, welche euch im Spielverlauf etwas mehr Halt bei den jeweiligen Jobs geben.

Nach einigen Stunden unterhaltsamer Verbrechen wagten wir uns auch an den bereitgestellten Overkill-Schwierigkeitsgrad, welcher wirklich hart ist und ohne die Kommunikation und der Zusammenarbeit mit Freunden kaum zu bewerkstelligen ist, da die KI-Mitspieler im Singleplayer meist ihre eigenen Wege wählen und ohne Einfluss auf das Geschehen öfters mal den Alarm in einem Gebäude losgehen lassen und daraufhin die Polizisten anrücken.

Grafik und Sound:

Der Titel Payday 2 zeigt sich optisch etwas schöner als sein Vorgänger aus dem PlayStation Network. Einen Vergleich mit Ego-Shootern wie Battlefield 3 oder Call of Duty: Black Ops 2 darf man hier jedoch nicht machen, da es hierbei den kürzeren ziehen würde. Dennoch ist die Grafik für den Overkill-Titel recht durchschnittlich und lässt sich keineswegs schlechter spielen.

Wir haben den Titel auf Herz und Nieren getestet und mussten an manchen Stellen leider feststellen, dass der Titel mit einigen Framerate-Einbrüchen zu kämpfen hat. Unter anderem wenn die Polizisten mit zehn Einheiten angestürmt kommen, um euch von dem jeweiligen Raub abzuhalten. Ansonsten lässt sich der Titel ohne weitere Grafik-Probleme spielen.

Der gewählte Sound des Spiels passt sehr gut zu den unterschiedlichen Szenen. Bewegt ihr euch noch unbemerkt, bleib die Musik ruhig, sobald ihr aber von einer Kamera oder einer Person entdeckt werdet, schaltet sich ein Hebel um und der Soundtrack kommt richtig mit einigen schnellen Tönen in Fahrt. Die Stimmen der Crew ist auch gut angepasst worden, auch wenn man diese bei den hitzigen Gefechten kaum unterscheiden kann. Ansonsten gibt es keine Mängel im Bezug zum Sound, denn auch die abgeschossenen Waffen, Sirenen in einem Gebäude und die umher schreienden Zivilisten hören sich der Umgebung entsprechend gut an.

Fazit und Bewertung:

Zum Räuber-Shooter Payday 2 kann man lediglich sagen, dass dieser einen guten Eindruck nach seinem Vorgänger Payday: The Heist hinterlassen hat. Neben einigen Ausrüstungsgegenständen hat der Spieler die Möglichkeit auf einige Waffen zuzugreifen, welche bei den unterschiedlichen Jobs eingesetzt werden können. Über die Framerate-Einbrüche muss man leider hinwegsehen, obwohl diese offensichtlich vorhanden sind – wir hoffen auf einen Patch, der dieses Problem beheben wird. Die Vertonung wurde gut an den Titel angepasst und zu einem Preis von 39,99 Euro liegt der Titel in einem guten Preisrahmen und kann besonders von Fans des PSN-Vorgängertitels beim Händler eures Vertrauens mitgenommen werden.

Payday 2 Review Bewertung 8.0 Review: Payday 2 im Test   Das Comeback der Maskenmänner

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