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Review: FUSE – Insomniacs erster Multi-Titel im Test

“FUSE” ist der erste Multiplattform-Titel von Insomniac Games und wird dieses Mal nicht von Sony sondern von Electronic Arts im Handel veröffentlicht. Wenn man den Namen Insomniac Games hört, denkt man direkt an die PlayStation exklusive “Resistance”-Reihe und “Ratchet & Clank”, die bald sogar einen Film spendiert bekommen. Doch wie hat sich der erste Multiplattform-Titel des Studios in unserem Test geschlagen? Das und alle Einzelheiten erfahrt ihr in unserem “FUSE Test”.

Fuse Banner Review: FUSE   Insomniacs erster Multi Titel im Test

Singleplayer & Story:

Menschen haben in “FUSE” eine fortschrittliche Alien-Technologie entdeckt, die sich FUSE nennt und von der Regierung tief unter der Erde versteckt gehalten wird. Als die Vertuschung an das Tageslicht gelangt, kann man sich schon denken, dass es auch Personen gibt, die diese Technologie nicht für positive Dinge beanspruchen möchten. So auch die paramilitärische Organisation Raven, die in einem Hinterhalt versucht die Energiequelle zu stehlen.

Wir müssen nun als Teil des Overstrike Teams genau dieses Problem aus der Welt schaffen. Zum Beginn des Spiels könnt ihr euch einen Charakter aussuchen, mit dem ihr spielen möchtet. Ihr habt die Qual der Wahl zwischen Naya, Dalton, Jacob und Izzy, wobei auch gwechselt werden kann. Das vierköpfige sogenannte Söldnerteam Overstrike 9 rutscht jedoch noch weiter in ein Werk, das schnell unmenschliche Ausmaße annimmt und die Weltbevölkerung bedroht. Kannst du die Welt retten?

Die Story von “FUSE” ist in unseren Augen nichts besonderes, aber auf jedenfall ausbaufähig. Besser verpackt und mit einem packenden Universum, könnte die Marke durchaus erfolgreich werden. Schade ist in “FUSE”, dass die Endgegner zu vorhersehbar waren und diese teilweise gesichtslos rübergekommen sind. Emotionen sind hier nämlich nicht aufgekommen. Wenn es nur ums reine Schießen geht, dann hat Insomniac Games das erreicht, was man wollte. “FUSE” ist sehr linear und die Aktionen im Spiel wiederholen sich leider immer wieder – Wand sprengen, Loch in den Boden schweißen, kurze Klettersequenz und jede Menge Baller-Action. Viel mehr Abwechslung gibt es hier leider nicht zu Gesicht. Insgesamt sechs Kapitel gibt es zu bewältigen, die eine Spielzeit von rund 6-8 Stunden bieten.

Wer nach dem Singleplayer noch Lust hat den Shooter zu spielen, kann sich im Echelon-Modus alleine oder mit anderen Spielern austoben. Dieser ist ein wellenbasierter Multiplayer-Modus, der stets wechselnde Ziele hat. Hier gibt es jede Menge Karten und viele Wellen zu erledigen. Der Singleplayer- als auch der Multiplayer-Modus machen in unseren Augen jedoch nur mit anderen echten Mitspielern Sinn und Spaß.

Gameplay:

In “FUSE” gibt es neben einigen Shooting- und Klettereinlagen auch einige Boss-Kämpfe, die gut durchdacht entwickelt wurden und einiges her machen. So müssen wir uns in einer Haluzination gegen ein zum Riesen gewordenen Irren kümmern, der sich selbst FUSE gespritzt hat. Orangene Blasen auf seinem Körper sind hier das Angriffsziel. Natürlich versucht er sich zu wehren und beschießt uns mit Laser-Strahlen, Kristall-Wellen und lässt sogar eine Armee aus dem Boden auferstehen.

Zudem gibt es im Co-Op-Shooter einige Gegner-Typen, die auch im Laufe des Spiels immer stärker werden. Am Anfang bekommen wir nur normale Fußsoldaten zu Gesicht, während in den nächsten Leveln auch Scharfschützen, Infiltratoren und Soldaten mit Schildern euch das Leben zur Hölle machen wollen. Infiltratoren haben sogar eine Besonderheit – Sie können sich unsichtbar machen und greifen euch von hinten lautlos an, um euch zu packen und als lebendes Schutzschild zu benutzen – wieso nicht? Die KI der Gegner aber auch eurer Kameraden ist manchmal sehr fehlerhaft. Beispielsweise befanden wir uns auf einem kleinen Vorsprung, der über eine Leiter zu erreichen war. Nach dem Ableben hat es keines unserer Mitglieder geschafft uns wiederzubeleben.

Es gibt natürlich auch einige Elite-Roboter, die schwer gepanzert sind und eigentlich nur zerstört werden können, wenn man den FUSE Tank, der meistens auf dem Rücken befestigt ist, fokussiert und zerstört. Die normalen Gegner aber auch diese übermenschlichen Zerstörungsmaschinen lassen nach dem Tod ihre Waffen fallen, die ihr einsammeln könnt. Besonders die Knarren der Riesen machen jede Menge Spaß – Wie wäre es mit einem Riesen-Flammerwerfer oder einer Gatling-Gun.

Schon in der “Resistance”-Serie glänzte Insomniac Games mit jeder Menge futuristischen Waffen, die auch den Weg in “FUSE” geschafft haben. Neben Stadard-Waffen wie Schrotflinte, Sniper und Pistole, gibt es auch spezielle Waffen der Charaktere, die alle über eine einzigartige Waffen verfügen. So können wir mit Dalton beispielsweise eine Schildbarriere aufbauen und die Gegner durch die Kraft von FUSE in ihre Bestandteile mit einer Schock-Welle zerlegen. Naya Deveraux kann hingegen die Feinde in schwarze Löcher verwandeln, in die auch andere Gegner hineingesaugt werden und sich auch in schwarze Löcher verwandeln.

Um eure Agenten aufzuwerten, gibt es auch in “FUSE” einen Fähigkeitenbaum, der euch neue Sekundär-Fähigkeiten bringt. So kann Dalton beispielsweise nicht nur mit einem Schild vor der Waffe durch die Gegend schlendern, sondern auch staionäre Schilde aufbauen. Naya kann sich sogar im späteren Verlauf genau wie die Infiltratoren unsichtbar machen – sehr praktisch. Eine nette Spielerei und in jedem Spiel zu finden.

Grafik & Sound:

Grafisch ist “FUSE” ganz gut geworden, wobei uns die Settings leider etwas enttäuscht haben. Von einem Militär-Bunker, geht es in ein Unterwasser-Labor, von der Sheng Insel in das pakistanische Gebirge. Auch wenn sich die Settings vollkommen unterschiedlich anhören, ist dies nicht ganz der Fall. In jedem Level gibt es Büro- und Forschungsräume, die alle gleich aussehen. Es wirkt zwar recht stimmig, doch werden nicht nur die unzähligen Baller-Sequenzen langweilig und nervig, sondern auch die Settings etwas öde.

Der Soundtrack und die Sound-Effekte können sich hören lassen, auch wenn die deutschen Synchronsprecher etwas schwächeln. Die Waffeneffekte sind auch sehr futuristisch gehalten und passen zu den außergewönlichen Waffen. Erwähnenswert sind auch die teilweise lustig gemachten Dialoge, die jedoch sehr selten vorkommen. Während dem Spielen habt ihr übrigens Kontakt zum Agentur-Chef, der euch “nützliche” Informationen oder Hintergrundinfos zum Einsatz gibt. Während dem Gespräch könnt ihr nur langsam laufen und es dauert etwas bis ihr beispielsweise eine Tür öffnen könnt. Würde es diese Dialoge nicht geben, wäre das Spiel noch schneller vorbei.

Fazit & Bewertung:

Leider ist “FUSE” ein Titel geworden, den man durchaus mit Freunden spielen kann, doch im Großen und Ganzen keine Details hängen bleiben. Man weiß, dass es einige actionreiche Schusswechsel gegeben hat, die es wie Sand am Meer gibt, mehr jedoch auch nicht. Das einzige was hier noch etwas hervorsticht, sind die coolen Waffen, mit denen ihr jede Menge Zerstörung anrichten könnt. Besonders mit Freunden kann dies recht unterhaltsam werden. Grafisch ist “FUSE” gelungen, auch wenn die Settings sehr gleich aussehen. Die Story ist obligatorisch und nichts besonderes. Dennoch sind die Grundlagen einer neuen IP geschaffen, auf die sich sicherlich etwas machen lässt. Ko-Op-Fans könnten sicherlich ihre Freude mit “FUSE” haben.

FUSE Test Review Bewertung 7.5 Review: FUSE   Insomniacs erster Multi Titel im Test

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