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Review: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Das MMORPG im Test

Der Termin auf den Fans der Serie Final Fantasy hin gefiebert haben, der offizielle Release-Termin von Final Fantasy XIV- A Realm Reborn, wurde bereits überschritten und es werden sich bereits einige Spieler in Eorzea tummeln. Es ist jedoch nicht nur ein neues Spiel aus der beliebten Serie, sondern dazu noch ein reines MMORPG. Wir durften bereits früher Einblicke in das Rollenspiel wagen und mit den Early-Access schon vor Release kräftig austoben – was wir natürlich auch ausgiebig getan haben. Was dabei rausgekommen ist und welche Eindrücke das Spiel hinterlassen hat, findet ihr wie immer in unserem Final Fantasy XIV: A Realm Reborn Test.

Final Fantasy XIV A Realm Reborn Logo Review: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn   Das MMORPG im Test

Singleplayer & Multiplayer:

Wir befinden uns in Eorzea, im 7. Zeitalter des Lichts. Vor langer Zeit begannen fünf Voelker im Land zu siedeln und dieses nach und nach für sich zu beanspruchen und so entwickelten sich unter den wachsamen Augen der zwölf Götter, die ebenso genannt wurden, Dörfer zu Städte und Städte zu Stadtstaaten. Unter diesen herrschten immer wieder blutige Konflikte und seit der Gründung dieser war das Land von Zwist und Uneinigkeit geprägt.

15 Jahre bevor der Spieler mit seinem Helden Eorzea betritt wurde die Großmacht Ala Mhigo von einer völlig unbekannten Armee praktisch überrannt. Die anderen Stadtstaaten schlossen sich zu einer Allianz zusammen um gegen den drohenden Krieg gewappnet zu sein, der jedoch nie gekommen ist. Und so leben die Bewohner Eorzeas bis heute in Angst vor dem, was wohlmöglich noch kommen mag.

Da sich Final Fantasy: A Realm Reborn im Bereich der MMORPG bewegt, ist damit eigentlich schon viel gesagt. Das Spiel wird ausschließlich online auf Servern ausgetragen und somit sind jedes Mal, wenn man sich entschließt zu spielen, natürlich schon tausende von Spielern online. Dennoch hat man die Wahl ob und wann man wirklich mit anderen Spielern zusammen interagiert und ob man einfach nur die ganze Zeit an ihnen vorbei läuft. An einigen Stellen lässt es sich auch für Einzelgänger nicht vermeiden mit anderen zusammen im Team zu arbeiten, wenn man beispielsweise einen Dungeon erkunden soll, aber ansonsten ist es jedem überlassen, ob er nun in einer Gruppe von Freunden durch die Landschaften streift und Monster in Scharen besiegt oder ob man allein einem Quest nach dem nächsten hinterher läuft. Gerade bei Dungeons kommt es wie bei so vielen anderen MMORPG’s auch hier zu der klassischen Aufteilung der Gruppe in Tanks, Healer und so weiter, die, wenn sie nicht eingehalten wird, durchaus zu sehr amüsanten Szenen führen kann, wenn beispielsweise zehn Heiler sich nur gegenseitig heilen ohne einen Schaden zu machen, sodass eine Dungeon die normalerweise nur 15 Minuten in Anspruch nehmen sollte auf einmal sehr mühsam und stundenverzerrend ist.

Ein weiterer, sehr unterhaltsamer Aspekt ist der, das immer wieder sogenannte Fate-Bereiche entstehen, in denen ein bestimmtes Ereignis die Spieler dazu veranlasst, zusammen gegen Scharen von Monstern zu kämpfen. Gerade dieses Ereignis macht das Spiel spontaner und schweißt zusammen, gerade wenn man sehr lange allein gespielt hat und die anderen Mitspieler schon kaum noch wahrnimmt. So ist ein Fate-Ereignis doch ein optimaler Wachrüttler, da man doch nicht ganz alleine in der riesigen Welt ist. Ob nun allein oder in einer Gruppe, das Spiel lockt durchaus bei beiden Spielvarianten.

Gameplay:

Nachdem man sich das Spiel zugelegt hat, gibt es noch vor Spielbeginn die ersten Aufgaben zu meistern. Zu allererst lässt sich Final Fantasy XIV: A Realm Reborn nicht ohne einen Square Enix-Account spielen. Gut für diejenigen unter euch die schon einen solchen besitzen, bei uns hat es etwas länger gedauert diesen zu erstellen, da wir immer wieder aus dem Anmeldevorgang rausgeworfen wurden, wobei dies hoffentlich nur ein Einzelfall war. Weiter geht es nach der Anmeldung mit einer Einführungssequenz in der man die Geschehnisse vor 15 Jahren zu sehen bekommt, was einen wirklich epischen Ausblick gibt auf das was noch kommt und schon vor Spielbeginn fesselt.

Die Charaktererstellung ist wie bei guten Rollenspielen üblich sehr detailgetreu. Die Vielfalt allein der Gesichtseinstellung erinnert etwas an The Elder Scrolls. Man beginnt also damit sich seinen Charakter aus einem von fünf Völkern auszuwählen. Hier ist schon die erste Schwierigkeit. Alle Voelker sind unterschiedlich und alle überzeugen auf ihre Art, von einer flinken Katzenlady, über einen gefühlt 50 cm großen Wesen, die irgendwie an Pummelluff erinnern und wie Mogrys aussehen, bis hin zu großen ogeraehnlichen Kreaturen ist alles vertreten. Man hat also noch vor dem eigentlichen Spielbeginn die Qual der Wahl. Weiterhin zu bestimmen ist die Disziplin. Hier muss man sich erstmals im Klaren darüber werden, welchen Weg man einschlagen möchte – Magier oder ein Krieger? Zu guter letzt gibt es weitere Spezialisierungen wie beim Magier der Beschwörer, Druide oder Thaumaturg (also ein rein Destruktiver Magier) oder beim Krieger Bogenschütze oder Faustkämpfer.

Nach all diesen schweren Entscheidungen wird es endlich Zeit sich auf den Server seiner Wahl einzuloggen. Ihr solltet den Server jedoch mit Bedacht wählen, da einmal auf einem Server kann der erstellte Charakter nicht hin un her getauscht werden, also lieber vorher mit Freunden absprechen auf welchem Server denn nun gespielt wird. Je nach Disziplin, die man sich ausgesucht hat, beginnt ihr nun nach einer kurzen Sequenz, die zwar schön anzusehen ist, jedoch erst im Laufe des Spiels wirklich verstanden werden kann, in einer von drei Stadtstaaten. Man wird erstmal in die Gilde der Abenteurer geschickt, in der eine Art Tutorial gestartet wird. Es ist jedoch nicht wie ein klassisches wie “Erst wird das Spiel erklärt, dann geht’s los”-Tutorial, sondern in das erste Quest mit Eingebungen. Danach wird jedes Mal wenn etwas neues auftaucht eine Erklärung mitgeliefert, sodass das Spiel einen learning-by-doing Effekt bekommt, ohne dass man sich verloren oder überfordert fühlt. Für Spieler, die schon Spielerfahrung haben, kann man das Tutorial auch jederzeit ausstellen. Und dann, ja dann geht’s endlich richtig los.

Erstmals in seiner Gilde vorstellig werden und sofort ist man mittendrin. Als erstes werden ein paar Botengänge gemacht, sodass die Bürger einen kennenlernen, wobei nach und nach die Aufgaben immer schwieriger werden, die Botengänge werden länger, man soll eine Monsterplage eindämmen oder dergleichen, die Quest variieren von ganz banal bis hin zum Retten von Dörfern. Ist ein Quest erledigt und man musste zu weit laufen, kann man sich mit den. Aetheryst durch die Stadt teleportieren. Es fällt sehr schnell auf, das man gerade am Anfang doch allein durch die Gegend läuft und andere Spieler halt nur “da” sind. Doch das ändert sich spätestens mit dem Besuch des ersten Dungeons, und glaubt uns, es lohnt sich.

Endlich Level 10 angekommen fragt das Oberhaupt der Gilde ob man nicht was neues ausprobieren möchte und es löst sich das klare Gefüge der verschiedenen Disziplinen auf, denn das einzige was einen Bogenschützen von einem Magier unterscheidet ist seine Waffe. Also schnell zur nächsten Gilde eingetragen, Treueschwur geleistet und schon ist man Magier und kann sogar bestimmte Zauber oder Fähigkeiten aus den anderen Klassen übernehmen. So löst sich die klare Abgrenzung ganz schnell auf. Und nun, da wir Bogenschütze und Magier sind, wie wäre es noch mit einem Beruf? Fischer hört sich doch gut an? Oder doch lieber als Schmied Rüstungen herstellen? Es gibt so viel zu entdecken und so viel zu tun das dieses Spiel in absehbarer Zeit wohl keiner so schnell komplett durchspielen wird – wie auch?

Das Gameplay ist schnell begriffen, sehr einfach zu Handhaben und absolut übersichtlich. Andere MMORPG’s verlieren schnell den Scharm durch zu viele Zauber, die zusammen mit Karte und Quest-Log den ganzen Bildschirm einnehmen. Hier jedoch gar nicht der Fall, es ist alles übersichtlich, nichts versperrt die Sicht und trotzdem hat man kaum das Gefühl, dass irgendetwas fehlt.

Zum Levelsystem ist zu sagen, das es durchaus etwas gradlinig ist. Man besteht Quests, bekommt Routine (Erfahrungspunkte) und Gil (Geld) und nach genug Quests levelt man selbstverständlich. Jedoch hat man nicht die freie Auswahl wie andere Rollenspiele diese bieten. Nach Level 2 erlernt man Zauber a, nach Level 6 Zauber b. So haben auf Level 18 alle Bogenschützen die gleichen Spezialangriffe und man hebt sich angriffstechnisch kaum ab – Das hätten wir uns anders gewünscht.

Grafik & Sound:

Zur Graik ist wenn man es kurz fassen sollte eigentlich nur eins zu sagen: TOP! Die Personen sind so unterschiedlich, die Zauber und Aktionen sehr schön anzusehen und die Umgebung detailgetreu. Die Landschaften sind sehr schön anzusehen, sie werden nie langweilig und sind vor allem abwechslungsreich. Zum einen gilt es hier Waldgebiete, Berglandschaften aber auch dunkle Höhlen und Dungeons zu erkunden. Hier haben sich die Entwickler von Square Enix sehr viel Mühe gegeben. Erwähnenswert sind auch die monströsen Städte, die zu Erkundungstouren einladen und bei jedem Gil aus den Taschen ziehen werden. Nicht zuletzt der Leih eines Chocobos macht einen Kauf perfekt.

Die Grafik ist erkennbar Final Fantasy, angelehnt an die vorherigen Titel weiß man sofort in welche Spiele reihe dieses Spiel einzuordnen ist.  Sowohl die Zauber und Aktionen, als auch die Monster lassen unverwechselbar darauf schließen, dass A Realm Reborn ein Final Fantasy Spiel ist. Die Monster sind, gerade bei näherer Betrachtung sehr detailgetreu und nicht wie bei einigen Spielen leider der Fall, leicht verwechselbar. Allgemein bekommt man das Gefühl, dass die Szenerie realistisch gehalten wurde, Häuser sehen aus wie Häuser, die man auch im realen Leben bauen könnte, die Wälder haben keine abgedrehten Regenbogenbäume oder ähnliches. Alles in allem ist die Welt Eozeras, trotz Fantasy-Rollenspiel teilweise realistisch, wenn man von Eispfeilen und Zaubern absieht, die allerorts durch die Luft zischen.

Sehr gut gefallen hat uns auch die Individualität der Monster, die vom kleinen Marienkäfer auf Level 1, über Mannshohe Wildschweine Level 20 bis hin zu riesigen dinosaurierartigen Wesen reichen und je nach Spielfortschritt immer neue Monster auftauchen, ohne das Gefühl zu erwecken sich zu wiederholen.

Der Sound passt zum Spiel und zu den einzelnen Situationen. Es variiert je nach Region, Monster und Situation und macht das ganze “Ambiente” des Spiels sehr rund und absolut passend. Die Zauber jedoch klingen recht ähnlich, sodass man nicht erkennen kann, ob nun ein Feuer, Blitz oder Wasser- Zauber gesprochen wird. Ebenso sind die Aktionen, wie beispielsweise besonderer Schwerthieb, Pfeilschuss oder Lanzenstoß nicht groß unterschiedlich. Die Hintergrundmusik ist dafür schön anzuhören und rundet das schöne Setting mit dem gelungenen Gameplay ab.

Fazit & Bewertung:

Final Fantasy: A Realm Reborn besticht durch seine Vielschichtigkeit sowie seiner Grafik auf ganzer Linie. Es ist an diesem Spiel kaum etwas schlechtes auszusetzen, da jeder Aspekt gut durchdacht und schön umgesetzt wurde. Das Levelsystem ist solide, Berufe und Disziplinen sind sehr facettenreich und durch die vielen verschiedenen Berufe wird es nie langweilig. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und dennoch voller Charme. Nicht zu vergessen das die Quests mitunter sehr amüsant sind, wenn beispielsweise eine Wache den Auftrag erteilt eine Binenplage aufzuhalten, ein Imker dich jedoch gleichzeitig bittet eben jene Bienen vor anderen Ungeheuern zu schützen. Nichts was man nicht lösen könnte, jedoch führen solche Aufträge die nichts miteinander zu tun haben dennoch ab und zu lustigen Situationen. Final Fantasy: A Realm Reborn überzeugt durch charmante Charaktere, eine gute Spielengine, wunderschöne Landschaften und Städte und ist auf jeden Fall sein Geld wert.

Final Fantasy IV A Realm Reborn Review Bewertung 8.5 Review: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn   Das MMORPG im Test

getestet von Florian John

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