Facebook
Twitter
Feed

Review: Assassin’s Creed 4: Black Flag – Das Piratenabenteuer im Test

Der legendäre Kampf zwischen Templern und Assassinen geht in die nächste Runde. Assasins Creed 4: Black Flag entführt uns als Mitarbeiter von Abstergo Entertainment in die Zeit der Piraten. Als Freibeuter Edward Kenway erleben wir hier das nächste Kapitel im ewigen Kampf zwischen Assassinen und Templern und begeben uns auf die Suche nach dem legendären Observatorium. Ob das neue und vielfach angepriesene Open World Feeling wirklich aufkommt klärt unser großer Assasins Creed 4: Black Flag Test.

Assassins Creed 4 Black Flag Review: Assassins Creed 4: Black Flag   Das Piratenabenteuer im Test

Singleplayer & Story:

Assasins Creed 4: Black Flag entführt uns in die Welt der Piraterie und Freibeuterei. Hineingeworfen in einen Pool aus Erinnerungen versuchen wir das Observatorium zu finden. Gespielt wird Edward Kenway, der Name kommt uns jetzt bekannt vor und tatsächlich ist er auch mit dem letzten Charakter aus Assassins Creed III verwandt, er ist sein Vater. Edward Kenway ist also der Vater von Haytham Kenway und der Opa von Ratonhnhaké:ton, besser bekannt als Connor. Zu beginn spielt ihr einen jungen Mann, der einfach nur genug Geld für seine Familie verdienen möchte und sich deshalb den Freibeutern von King Charles anschließt. Diese lustige und bunte Truppe wird allerdings versenkt, Edward überlebt und schafft es sich ein eigenes Schiff zu besorgen. Ein von ihm getöteter Assassine besiegelt dabei sozusagen sein Schicksal. Habgier ist es die Edward antreibt die Mission des Verräters fortzuführen, denn der gute Assassine wollte Geheimnisse an die Templer verkaufen.

In der Singleplayer-Kampagne trefft ihr nicht nur auf eine sehr große Spielwelt, die ihr nahezu frei befahren und erkunden könnt, sondern auch auf eine Menge interessanter Orte und Charaktere. Unter anderem trefft ihr auf Benjamin Hornigold, Charles Vane und Edward Teach, der uns besser bekannt sein dürfte als Captain Blackbeard. Natürlich ranken sich um die Karibik, in der ihr spielt, viele hundert verschiedene Piratengeschichten, deren Klischees hier teilweise auch nur allzugerne wieder aufgenommen werden. Ihr könnt zum Beispiel selbst entscheiden ob eure Crew singen soll oder nicht. Ihr entscheidet, ob ihr kleine Handelsschiffe angreift oder lieber die großen Kriegsschiffe, die viel Material mit sich führen, welches ihr braucht, um euer eigenes Schiff die Jackdaw wieder aufzurüsten. Zudem könnt ihr Schiffe entweder versenken oder aber auch kapern und diese dann in eure Flotte aufnehmen, die im Hintergrund einige Aufträge für euch erledigt.

Eine dichte Story und vor allem natürlich das typische Assassins Creed Feeling kommen nach und nach auf. Ihr könnt euch den typischen Piratenabenteuern wie Schätze suchen, Kaperfahrten und Herumtreiben widmen oder der Story folgen, die euch immer mehr an die Assassinen heranführt. Edward ist nicht derjenige, der sich freiwillig einer solchen Gruppe anschließt aber passend zur Story haben beide Seiten ähnliche Interessen, also verbündet man sich im Laufe des Spiels. Natürlich werden wir jetzt nicht wie wild spoilern und euch verraten ob ihr das Observatorium auch wirklich findet, was mit Desmond Miles passiert ist, wie es weitergehen könnte und was es sonst noch an interessanten Details gibt. Das müsst ihr schon selber herausfinden, es lohnt sich auf jeden Fall.

Multiplayer:

Der Multiplayermodus bietet dieses mal ein richtiges Portfolio an Möglichkeiten. Im Wolfpackmodus müssen sich zwei Assassinen absprechen, um die bestmöglichen Punktzahlen zu erreichen, im Ko-op Mulitplayer können bis zu 4 Assassinen gleichzeitig 4 Truhen bewachen und müssen diese gegen Angriffe verteidigen. Aber auch die klassischen Auftragskillermissionen, die uns in den Vorgängern schon begeistern konnten, sind natürlich wieder mit dabei. Hier müsst ihr eine bestimmte Zielperson ausschalten, werdet aber natürlich auch verfolgt. Die einzelnen Missionen sind wie immer extrem nervenaufreibend. Dieser klassische Modus ist immer noch unser absoluter Favorit. Der Nervenkitzel während wir unsere Zielperson suchen und dabei natürlich unauffällig bleiben müssen, weil wir selbst ja auch gejagt werden,  ist unbezahlbar.

Durch die neuen Spielmodi ist auf jeden Fall eine sehr lange Zeit an Spielspaß garantiert. Es begeistert uns, dass wir jetzt zusammenarbeiten können und damit eine Menge an Möglichkeiten haben. Allerdings hat sich herausgestellt, dass man sich wirklich absprechen muss, ansonsten gibt es ordentliche Probleme bei der Erledigung der Missionen und beim Erreichen der hohen Punktevorgaben. Hier hat sich Entwickler Ubisoft nicht gerade lumpen lassen und sorgt dafür, dass wir ein perfektes Zusammenspiel benötigen, um die Multiplikatoren ordentlich ausnutzen zu können, ansonsten läuft die Uhr viel zu schnell ab und unsere Ziele rücken in die weite Ferne.

assassins creed 4 black flag Review: Assassins Creed 4: Black Flag   Das Piratenabenteuer im Test

Gameplay:

Das Open World Feeling kommt bei Assasin’s Creed 4: Black Flag sehr gut rüber. Wir dürfen etwa die Hälfte des Spieles auf dem offenen Meer verbringen und uns mit anderen Schiffen herumschlagen, Schiffbrüchige retten, herum schwimmende Ladung recyceln und nach Schätzen suchen. Das ist genial, denn das waren auch einige der Punkte, die wir im Vorgänger schmerzlich vermisst haben. Wir durften mit Connor zwar Seeschlachten führen, waren aber stark eingeschränkt und konnten uns nicht frei bewegen. Auch die Tatsache das AC3 eigentlich nur wenige Schiffsmissionen geliefert hat, war sehr schade.

Mit Assasins Creed 4: Black Flag hingegen bekommen wir ein vollwertiges Piratenabenteuer und können uns frei in der Karibik bewegen. Dazu gibt es zufällige Ereignisse wie zum Beispiel Stürme, Hurricanes und Monsterwellen. Alle diese Dinge passieren eben und wir müssen jederzeit damit rechnen. Im Allgemeinen ist das Wettersystem sowieso sehr ansehnlich ausgefallen, auch der Wellengang und die Wasserbewegungen sind sehr realistisch. Störend finden wir jedoch die Tatsache, dass wenn wir einen Charakter in der Nacht im strömenden Regen ansprechen eine Mission beginnt und plötzlich heller Tag ist und die Sonne am Himmel steht. Dieses Problem besteht leider weiterhin.

Die KI soll laut Ubisoft deutlich verbessert worden sein, das konnten wir allerdings nicht wirklich bemerken. Noch immer können wir teilweise ungesehen vor den Augen unserer Feinde hin und her wandern und die Reihen dezimieren. Hier hätte man vielleicht noch ein Schippchen Gehirn drauf legen müssen. Spielerisch ist Assasins Creed 4: Black Flag immer noch ganz oben. Als Third Person Action Adventure kommen wir hier perfekt zurecht und finden uns auch sehr schnell wieder ein. Ein bisschen hackelig ist manchmal die Steuerung beim Klettern. Hier springen wir leider ein bisschen öfter als gewollt einfach mal in die falsche Richtung oder vom Baum herunter. Dennoch kann man von einer sehr guten Spielbarkeit reden. Wer die Serie kennt, wird Tutorials komplett verweigern. Lediglich bei der maritimen Kriegsführung, bei der es eine Menge Neuerungen gibt, wie zum Beispiel die verschiedenen Geschosse, Brandfässer und Mörser, sind Tutorials noch angebracht.

Wirklich erwähnenswert ist definitv der besser Spielfluss. Ins Wasser gesprungen, zum Schiff geschwommen, Steuer ergriffen und losgesegelt, alles ohne Ladezeiten, rückwärts genauso. So gehört sich das eigentlich, wenn schon Open World dann auch bitte ohne die dauernden Ladezeiten. Die umfangreich gestalteten Städte, Dörfer und Inseln laden zum Verweilen und zum Durchsuchen ein. Genau so haben wir das erwartet.

Grafik & Sound:

Optisch macht Assasins Creed 4: Black Flag einen verdammt guten Eindruck und das bereits auf der PS3, warten wir erstmal die Variante für PS4 ab. Technisch sollte hier alles rausgeholt worden sein was auf der PS3 noch möglich ist. Begrenzungen in Sachen Sichtweite fallen natürlich auf und auch der ein oder andere Nebel verschleiert uns manchmal die Sicht. Trotzdem ist der Grafikfluss perfekt abgestimmt und selbst die Kamerabewegungen machen uns keinerlei Probleme. Das Wettersystem, Wassersimluation und einige andere Kleinigkeiten bringen die Konsole natürlich schnell an ihre Grenzen, diese so auszuloten, dass es keinerlei Schwierigkeiten gibt, war wohl eines der größten Probleme. Optische Highlights sind natürlich neben den Seeschlachten vor allem das dynamische Wettersystem und die verwaldeten Inseln mit ihren vielen Geheimnissen.

Egal wie und wo wir uns in der virtuellen Südsee bewegen, wir finden alles auf einem optisch sehr guten Level wieder. Die Stimmung der verschiedenen Plätze ist sehr gut eingefangen und kommt sehr realitätsnah rüber. Hier springt uns gerade wieder der Sound in den Kopf, der natürlich ebenfalls ein wichtiges stilistisches Element bei Assasins Creed 4 ist. Die Lieder der Piraten und in den Städten wie Nassau oder Havanna gehören einfach zu dieser Zeit. Lasst eure Crew doch einfach mal ein fröhliches Liedchen singen, von einem “Drunken Sailor” oder ähnliches. Optisch und akustisch ist Assasins Creed 4: Black Flag ganz großes Kino – und das noch auf der PS3.

Fazit & Bewertung:

Assasins Creed 4: Black Flag bietet eine Menge Neuerungen, auch wenn sich spielerisch nicht viel getan hat. Der Multiplayer wurde mit einigen Neuerungen bedacht und natürlich auch die Schifffahrt und maritime Kriegsführung beim Kapern von Schiffen ist erwähnenswert. Selbst die Tatsache, dass die “verbesserte K.I.” wohl eher auf dem Papier existiert, macht nicht wirklich viel negatives aus. Ein optisches Highlight ist Assasins Creed 4: Black Flag auf jedenfall, spielerisch ein Hit und eine dichte Story begleitet den Großvater des letzten Protagonisten. Im Animus Offline Modus – wenn wir uns nicht gerade in den Erinnerungen von Abstergo befinden – erfahren wir zudem einiges mehr über Desmond Miles und sein Schicksal und bekommen einige Hinweise auf zukünftige Teile der Serie, die großes hoffen lassen. Assasins Creed 4: Black Flag ist eine runde Sache geworden und bringt eine sehr lange Spielzeit mit sich, die durch den Multiplayermodus noch einmal vervielfacht werden kann. Einfach ein perfektes Spiel für den momentan verregneten November.

AC4 Black Flag Review Bewertung 9.0 Review: Assassins Creed 4: Black Flag   Das Piratenabenteuer im Test

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>