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Reviews schreiben: Was macht einen guten Test für Online Games aus?

Einen Spieltest zu schreiben ist nicht schwer. Auf Seiten wie Metacritic finden sich zu jedem halbwegs bekannten Titel dutzende Reviews, teilweise geht die Zahl auf die hundert zu – und das sind nur Texte in englischer Sprache. Einen guten Spieltest zu schreiben ist hingegen eine ganz andere Sache. Wer sich ein wenig auskennt, kommt bei vielen Kritiken großer Gaming-Seiten um den Verdacht nicht herum, der Autor habe den Titel nur angespielt. Ein paar lobende Worte zur Grafik, vage Aussagen zum Gameplay und viele, viele Allgemeinplätze – Für solche Artikel genügt auch ein Blick auf den Trailer und 10 Minuten Gameplay-Erfahrung. Für Gamer auf der Suche nach vielversprechenden Neuveröffentlichungen sind solche „Reviews“ ein echtes Ärgernis. Um einen Test zu finden, der ihnen tatsächlich beim Treffen der Kaufentscheidung weiterhilft, müssen sie teilweise dutzende Artikel durchforsten. Wer selbst einen Beitrag zum Review-Wesen in der Gaming-Szene leisten möchte, sollte es daher besser machen. Diese Tipps helfen dabei, eine lesenswerte und nützliche Kritik aufzusetzen.

Von anderen Branchen lernen

Kritiker in anderen Branchen beweisen, dass es durchaus besser geht. Man stelle sich etwa einen Test für eine Spiegelreflexkamera vor, die zum Schluss kommt „Schöne Form, hohe Auflösung, gute Fotos.“ Das kann sich keine Technik-Webseite leisten, denn Foto-Enthusiasten haben konkrete Bedürfnisse. Kriterien wie Batterielaufzeit, Reichweite des Blitzes und Bildqualität bei schlechtem Licht sind entscheidende Merkmale, die beim Test überprüft werden müssen. Bei Filmkritiken reicht es nicht, die Handlung kurz zusammenzufassen – die Qualität des Drehbuchs, die Darbietung der Schauspieler und eine gute Regie machen den entscheidenden Unterschied. Auch Testseiten für Online Casinos wie zum Beispiel die CasinoBlox Plattform sind für angehende Kritiker ein hilfreiches Beispiel. Die Tester geben sich dort viel Mühe, die Bedürfnisse ihrer Leser nachzuvollziehen. Daher sind sie in der Lage, die wichtigsten Merkmale der untersuchten Angebote hervorzuheben. Die Leser können auf diese Weise nach der Lektüre ein fundierte Kaufentscheidung treffen, anstatt frustriert weiterzugooglen.

Mitschreiben, mitschreiben, mitschreiben

Wer einen ehrlichen Test für Online Games verfassen möchte, sollte schon ein paar Tage Zeit auf den Multiplayer-Servern investieren. Denn erst, wenn er ein gewisses Können aufgebaut hat und möglicherweise ein paar Level dazugewonnen hat, kann er sich ein ausgereiftes Bild vom Gameplay machen. So musste der Tester für diesen Review von Call of Duty Ghosts zunächst ein paar fortgeschrittene Waffen freischalten, bevor er mit anderen Spielern mithalten konnte. Auf dem Weg dorthin schießen einem Tester zahlreiche Gedanken durch den Kopf, die er im Eifer des Gefechts bald wieder vergisst. Das ist ein Fehler, denn gerade diese kleinen Momente der Begeisterung oder der Frustration können im Urteil den Unterschied zwischen einem fantastischen Spiel oder einem guten Spiel mit kleinen Schwächen machen. Daher ist es wichtig, diese Gedanken schriftlich festzuhalten und zum Schluss in die Bewertung einfließen zu lassen.

Die Richtige Kriterienwahl

Manche Spieltests beschränken sich darauf, die fantastische Grafik und die realistische Physik der Spielwelt zu loben. Das ist schön und gut und ist für viele Spieler ein wichtiger Faktor. Es gibt aber auch Gamer, die auf eine spektakuläre Grafik wenig wert legen und die sich nur für die Qualität des Gameplays interessieren. Wiederum andere Spieler suchen nach Titeln mit einer anspruchsvollen Storyline, bei der er nicht nur um das ständige Drücken von Knöpfen geht. All diese Kriterien sollten Berücksichtigung finden, damit verschiedene Spielertypen etwas von dem Test haben. Wichtig ist auch, Single Player- und Multiplayer-Modus in angemessenem Umfang zu berücksichtigen. Denn auch hier scheiden sich die Geister. Es gibt viele Gamer, die sich nur für einen der beiden Spielmodi interessieren. Wer sie nicht anspricht, verliert möglicherweise viele Leser.

Ausgewogene Wertung

Auch bei der endgültigen Wertung müssen die Verfasser von Spieltests Acht geben. Es ist schnell passiert, dass der Tester seiner Begeisterung für einen Titel freien Lauf lässt, obwohl das Spiel möglicherweise nicht für jedermann eine tolle Erfahrung ist. Dragon Ball Z:Battle of Z dürfte beispielsweise ein Höhepunkt für alle sein, die als Jugendliche bei den Abenteuern von Son Goku mitfieberten. Wer mit der Serie nicht viel Anfangen konnte, der wird vom eintönigen Gameplay der PS3-Adaption wohl nicht gerade mitgerissen werden. Dem sollte in der Wertung des Tests Rechnung getragen werden. Spiele, die nur für eine bestimmte Zielgruppe geeignet sind, sollten nicht die Höchstwertung erhalten. Die ist Titeln vorbehalten, die über Genre-Grenzen hinweg eine herausragende Spielerfahrung bieten. Es ist aber auch ein Fehler, einen Verriss zu schreiben, weil ein Spiel nicht den Geschmack des Testers trifft. Solange es gut durchdacht und umgesetzt ist, hat es eine vernünftige Wertung verdient. Nur Spiele, die in Sachen Gameplay gar nichts zu bieten haben oder voller störender Fehler stecken, sollte auch der Zielgruppe des Titels vom Kauf abgeraten werden. So kann der Kritiker seinen Lesern die frustrierende Erfahrung ersparen, die er selbst gerade durchgemacht hat.

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